Andachten

Andacht

Andacht 16.11.2019

16. November 2019 | Egon Schramm

Andacht 16.11.2019

Bildnachweis: elsone / photocase.de

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Die weltpolitische Lage wird immer dramatischer. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, um die tobenden Ereignisse zu beruhigen. Terroraktionen in einigen Ländern machen Angst. Manche Menschen haben mir gesagt, dass sie gar nicht mehr die Nachrichten hören mögen. Nichts mehr hören und sehen wollen, geht aber an der Wirklichkeit vorbei. Jesus rückt unsere Sicht zurecht, wenn er darauf aufmerksam macht: „Ihr werdet von Kriegen hören und davon, dass Kriege drohen. Aber lasst euch dadurch nicht erschrecken! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende.“ (Mk 13,7 Hfa)
Gewiss, Kriege, Terror, Naturkatastrophen sowie von Menschen gemachte Unglücke sind Signale, dass diese Welt „alt“ geworden ist und eine neue auf uns wartet. Wir entnehmen der Bibel, dass alle Zeitpläne in der Hand Gottes liegen. Darum können wir sie nicht berechnen wie die Ankunftszeiten der Züge im Internet. Der Eingangstext ermutigt uns, in die richtige Richtung zu schauen, nämlich aufzusehen und die Häupter zu erheben. Andauernde Niedergeschlagenheit zermürbt unsere Adventhoffnung. Ohne Hoffnung wird die Zukunft dunkel. So ist jeden Tag Advent. Ein Kirchenvater hat einmal gesagt: „Den einen Tag hat Gott uns verborgen, damit wir an allen Tagen bereit sind.“
Folgende Begebenheit ereignete sich in einem Parlament in Nordamerika, sie liegt ca. 200 Jahre zurück. Es herrschte damals bei vielen Christen eine gespannte Naherwartung. Da wurde es während einer Sitzung draußen nachtdunkel. Es entlud sich ein furchtbares Unwetter. Nervöse Unruhe begann sich im Saal auszubreiten und die Geschäftsordnung lahmzulegen. „Weltende“ und „Wiederkunft“ hörte man es raunen. Da trat, gemessenen und würdevollen Schritts, der Präsident ans Pult. Mit wenigen Worten stellte er die Ordnung wieder her: „Entweder ist das draußen bloß ein schlimmes Gewitter, dann sollen alle wissen: Unser Gebäude ist stabil und der Saal ist trocken. Es gibt demnach keinen Grund, unsere Arbeit zu unterbrechen. Oder aber unser Herr Jesus Christus kommt tatsächlich wieder. Dann soll er uns bei der Arbeit finden, mit der er uns beauftragt hat.“

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