Andachten

Andacht

Andacht 19.11.2019

19. November 2019 | Reiner Dürsch

Andacht 19.11.2019

Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.

Als ich das erste Mal den Gebetskreis in Bensheim besuchte, staunte ich nicht schlecht. Christen aus verschiedenen Gemeinden beteten für ihre Stadt mit einer Einmütigkeit, Hingabe und Begeisterung, die mich berührte. Besonders spannend ist es immer, wenn einer der Rathausangestellten aktuell berichtet und anklingen lässt, was gerade besonders herausfordernd ist. Aber auch ohne konkrete Informationen beten die Teilnehmer des Stadtgebetskreises für Sachthemen und Bürgeranliegen sowie für ihre Mitmenschen vor Ort.
Auf den ersten Blick könnte der Eindruck entstehen, dass hier brave Bürgerinnen und Bürger darum beten, dass es keine großen Umwälzungen gibt und möglichst alles still und friedlich bleiben möge. Doch betende Christen interessieren sich für ihre Umwelt und für alles, was an ihrem Wohnort geschieht. Vor allem die Menschen mit ihren Freuden, Herausforderungen, Sorgen und Nöten liegen ihnen am Herzen. Gottes Liebe, die sich dem Menschen hingibt, bewegt Menschen zur Fürbitte. Es ist derselbe Geist, der Jesus anregte, für die Stadt Jerusalem zu beten.
Wie schön ist es doch, wenn Menschen aufeinander achten, sich ernst nehmen und höflich und freundlich miteinander umgehen. Wer für die Menschen betet, die Verantwortung und Lasten in der Gesellschaft tragen, macht genau das, was Gott will. Es ist unsere Aufgabe (1 Tim 2,12). Das ist Gottesdienst mitten im Alltag. Solch eine praktische Gebetshaltung wirkt ansteckend.
In einer Zeit, in der die Politikverdrossenheit zunimmt, beten Christen namentlich für Politiker um Tatkraft, Besonnenheit, Weisheit und auch um Beständigkeit, wenn Widerstände übermächtig zu werden drohen.
Fürbitte verändert den Menschen, der betet. Er bekommt Verständnis für die Schwere der Aufgabe und wird sich nicht durch kritische Äußerungen hervortun. Durch Fürbitte können wir auch heute den Auftrag, der damals dem Volk Israel im Exil galt, ausführen. Genau das können wir heute tun. Fürbitte für Menschen, die Verantwortung tragen, fängt vor unserer Haustür an. Erlebe selbst, was Gott an deinem Wohnort tut!

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