Andachten

Andacht

Andacht 20.11.2019

20. November 2019 | Marli Weigt

Andacht 20.11.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Eine liebe junge Glaubensschwester meiner Kirche war verstorben. Obwohl man mit ihrem Tod rechnen musste, war es für ihren Mann doch plötzlich und sehr schmerzlich. Als er allein an ihrem Bett weinte, kam leise eine Ordensschwester zu ihm und fragte, ob sie das Vaterunser beten dürfte. Er nickte nur. Später erzählte er mir, dass ihm dieses Gebet einen tiefen Frieden vermittelt und dass er Gott für diese Ordensschwester gedankt hätte.
Dieses Gebet verbindet Christen untereinander. Es ist das Gebet ihres gemeinsamen Herrn. Die Gefahr bei einem vorformulierten Gebet besteht darin, dass wir leere Worte sprechen, ohne auf den Inhalt zu achten. Dabei hat Jesus gerade kein rituelles Mustergebet geben wollen, sondern eine Orientierungshilfe, die uns bewusst machen soll, was wir eigentlich zum Leben brauchen. In den Worten zuvor spricht Jesus generell vom Beten und macht deutlich, dass nur der Vater im Himmel weiß, was wir wirklich benötigen.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum in diesem Gebet kein Dank enthalten ist? Hier geht es um das, was wir brauchen. Zum Beispiel ist das Erste und Wichtigste das Bewusstsein, dass ich zu meinem himmlischen Vater bete. Es ist der Vater, zu dem auch Jesus während seines Menschseins betete. Und es war sein größter Wunsch, uns zu ermutigen, seinen Vater auch unseren Vater zu nennen und mit all den Bitten zu ihm zu kommen.
Welch ein Privileg! Mache das Vaterunser zu deinem persönlichen Gebet. Kleide es in deine Worte, sage Gott, dass du seinen Namen heiligen möchtest, dass du dich auf sein Reich freust, dass sein Wille auch in deinem Leben geschehen möge, bitte um Vergebung deiner Schuld und um Kraft, auch anderen zu vergeben. Dann kommt auch dein Dank von Herzen dazu!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden