Andachten

Andacht

Andacht 21.11.2019

21. November 2019 | Josef Butscher

Andacht 21.11.2019

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er tritt für die Heiligen ein, wie Gott es will.

Im Judentum gibt es die Richtung des Chassidismus, eine Bewegung, die auf strenge Einhaltung der Regeln achtet, einen hohen moralischen Anspruch vertritt und Wert auf die Empfindung der Gottesnähe legt, manchmal mit mystischer Ausprägung. Aus diesem Kreis ist folgende Geschichte überliefert:
Eines späten Abends merkte ein armer Bauer auf dem Heimweg vom Markt, dass er sein Gebetbuch nicht dabeihatte. Da ging mitten im Wald ein Rad seines Karrens entzwei, und es betrübte ihn, dass dieser Tag vergehen sollte, ohne dass er seine Gebete verrichtet hatte. Also betete er: „Ich habe etwas sehr Dummes getan, Herr. Ich bin heute früh ohne mein Gebetbuch von zu Hause fortgegangen, und mein Gedächtnis ist so schlecht, dass ich kein einziges Gebet auswendig sprechen kann. Deshalb werde ich dies tun: Ich werde fünfmal langsam das ganze ABC aufsagen, und du, der du alle Gebete kennst, kannst die Buchstaben zusammensetzen und daraus die Gebete machen, an die ich mich nicht erinnern kann.“ Und der Herr sagte zu seinen Engeln: „Von allen Gebeten, die ich heute gehört habe, ist dieses ohne Zweifel das beste, weil es aus einem einfachen und ehrlichen Herzen kam.“
Kennst du auch diesen Gemütszustand, dass du nicht wusstest, was du beten solltest? Dann erinnere dich daran, dass Gott nicht auf deine wohlgesetzten Worte angewiesen ist, sondern dass er vor seinem Thron einen Übersetzer für dich hat, den Heiligen Geist. Er weiß, was du denkst und hoffst; er weiß, was du eigentlich meinst, weil er dir ins Herz sieht.
Wenn du mit Worten betest, kannst du sicher sein, dass Gott dich versteht. Wenn du ohne Worte einfach an Gott denkst, sei dir sicher, dass er auch dies als Gebet annimmt. Deine Schwachheit ist kein Hindernis für die Gebetserhörung. Und wenn Gott dir durch Gedanken antwortet, dann sei aufmerksam, höre ihm zu und rede ihm nicht dazwischen. Denn Beten meint auch: achtgeben und gehorchen.

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