Andachten

Andacht

Andacht 27.11.2019

27. November 2019 | Gerhard Zahalka

Morgens am Strand wenn die Sonne aufgeht

Bildnachweis: Tobias Klepp / churchphoto.de

Ihr müsst jederzeit bereit sein. Denn der Menschensohn wird kommen, wenn ihr es am wenigsten erwartet.

In der alten Hansestadt Rostock hatte die Adventgemeinde zu Evangelisationsvorträgen eingeladen, und an diesem Abend sprach der Prediger über die Zeichen der Zeit. Er bezog sich auf die Endzeitrede Jesu in Matthäus 24, schilderte die dort beschriebenen Zustände vor der Wiederkunft Christi und erwähnte die Zeichen, die Jesus genannt hatte, sowie die Umstände ihrer Erfüllung. Unter den Besuchern war ein zwölfjähriges Mädchen, das aufmerksam zuhörte. Je länger der Vortrag dauerte, desto ängstlicher wurde die junge Zuhörerin (sie ist heute meine Frau).
Wenn das stimmte, was der Redner vortrug, dann musste die Wiederkunft Jesu wirklich unmittelbar bevorstehen, und welch schreckliche Zeit würde doch diesem Ereignis vorangehen! Sie war froh, unter den vielen schon erfüllten Zeichen wenigstens eins oder zwei zu entdecken, die sich offenbar noch nicht ganz erfüllt hatten. Vielleicht würde sie es schaffen, um die trübselige Zeit herumzukommen? Wie gut, dass diese noch nicht begonnen hatte!
Geht es nicht manchem von uns auch so? Wünschst du dir wirklich, Jesus käme lieber heute als morgen? Oder bist du schon dafür, dass er kommt – aber bitte nicht gleich?
Jesus hat die Zeichen der Zeit nicht genannt, damit wir sie auflisten und abarbeiten, sie als Etappen auf dem Geschichtsfahrplan verstehen, die wir abhaken. Kriegsgeschrei? Haben wir. Erdbeben? Haben wir. Unglaube? Haben wir. Zeichen an Sonne und Mond? Hatten wir. Haken dran. Klipp und klar hat er aber gesagt, dass wir nicht wissen können, wann er wiederkommt, denn das weiß allein der Vater (Mt 24,36).
Doch warum hat uns Jesus dann so viele Zeichen genannt? Warum hat er so oft von ihnen gesprochen und seinen schriftgelehrten Gegnern vorgehalten: „Das Wetter könnt ihr anhand der Zeichen am Himmel gut deuten, aber die ganz offensichtlichen Zeichen der Zeit begreift ihr nicht!“ (Mt 16,3 NLB)? Die Zeichen der Zeit zu begreifen, bewahrt uns nicht davor, vom jüngsten Tag überrascht zu werden, wohl aber davor, an ihm unvorbereitet zu sein. Auch um Mitternacht.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden