Andachten

Andacht

Andacht 29.11.2019

29. November 2019 | Richard Schwarz

Andacht 29.11.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.

Im Fernsehen sah ich kürzlich eine Biografie unseres hochgeachteten ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Am Ende des Filmes fasste er sein Leben in einem Bekenntnis so zusammen: „Ich habe mich in meinem Leben immer auf mein Gewissen gestützt, nicht auf einen Religionsstifter XY.“
Jesus Christus empfahl sich selbst mit den Worten: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6) Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ Und ferner: „Die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz.“ (Röm 3,20; 7,7)
Wer sollte bei mir den Ton angeben, mein Gewissen oder Jesus und seine Zehn Gebote? Meine Entscheidung lautet: mein Gewissen, wenn es durch die Zehn Gebote und Jesus Christus genormt ist.
Die Gewissen auf dieser Welt sind nach Ort und Zeit sehr verschieden. Ich kann mit gutem Gewissen Böses tun, Menschen töten als „Eiferer für Gott“ (Apg 22,3), und mit schlechtem Gewissen Gutes tun (vgl. Gal 2,11–13). Petrus und Barnabas hatten Tischgemeinschaft mit den Heiden – mit schlechtem Gewissen. Paulus hatte sich gelöst von alter jüdischer Tradition und Sitte und christliche Moralmaßstäbe gefunden, denn er hatte erkannt, dass unser Gewissen keine unfehlbare Auskunftsstelle ist.
Viele Menschen unserer Zeit bemühen sich heute, möglichst fortschrittlich zu sein, und sollten sich dabei vorsehen, nicht dekadent zu werden. Wir müssen uns immer wieder hinterfragen, von wem oder wodurch wir uns leiten lassen. Wer setzt uns die Maßstäbe beziehungsweise Normen unseres Denkens, Handelns und Fühlens? Wer sagt mir, was gut und böse, richtig und falsch ist?
Ich möchte mich dem Psalm-Dichter anschließen, der betete: „Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit“. Richard Schwarz


Von Natur besitzen wir keinen Fehler,
der nicht zur Tugend,
keine Tugend, die nicht zum Fehler werden könnte.
(Johann Wolfgang von Goethe,
Wilhelm Meisters Wanderjahre)

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