Andachten

Andacht

Andacht 01.12.2019

01. Dezember 2019 | Albrecht Höschele

Andacht 01.12.2019

Bildnachweis: cw-design / photocase.de

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war.

Schulkinder führten in der Weihnachtszeit ein Krippenspiel auf. Maria und Josef klopften an die Tür einer Herberge und baten um Unterkunft. Der Junge, der den Wirt spielte, schaute sie lange an. Fast schon peinlich war die Stille. Hatte er den Text vergessen? „Hier ist kein Platz! Schert euch weg!“, zischte die Stimme des Souffleurs. Nach einem weiteren Moment des Schweigens stammelte er endlich: „Schert euch hier weg, es ist kein Platz!“ Maria lehnte sich an Josef und sie gingen traurig weiter.
Plötzlich aber rannte der Wirtsjunge ihnen nach und rief: „Halt, Josef, Maria! Kommt zurück! Ihr könnt ja in meinem Zimmer schlafen!“ Manche der Zuschauer dachten, jetzt sei das Spiel endgültig verpatzt. Andere aber meinten nachdenklich: „Nicht nur umdenken, sondern etwas von sich selbst hergeben – seinen eigenen Lebensraum öffnen für Menschen, die eine Herberge suchen, das hat uns doch dieser Junge gezeigt.“
Welche Bedeutung hat Weihnachten für dich? Freilich, manche denken, das Christuskind sei nach 2.000 Jahren überholt. Wichtiger wäre doch, ihn als Retter und bald wiederkehrenden Herrn und Richter zu sehen. Nicht umsonst gibt es seit rund 155 Jahren auch eine ganze Konfession mit dem Namen „Adventisten“. Doch wie Menschen wirklich zu ihm stehen und woran man erkennt, wer seine wahren Freunde sind, das hat Jesus Christus den Seinen gut verständlich ans Herz gelegt: Da geht es um die Liebe zu Gott und untereinander als allererste Priorität (Joh 13,3435). Daran werden andere unsere Beziehung zu ihm erkennen.
Wie stehen wir zu den vielen minderjährigen und erwachsenen Flüchtlingen? Oft habe ich bei ehrenamtlichen Diensten erleben dürfen, wie dankbar gerade sie für unsere Nächstenliebe sind – etwa, wenn wir sie besuchen, begleiten oder einmal in unsere Heime einladen. Wenn viele Einheimische unserer Zeit eher denken: „Scher dich weg!“, dann ist es an uns, einzuladen: In meinem Haus (oder in meiner Gemeinde) ist noch Platz. Ihr müsst nicht hungern, frieren oder einsam bleiben. Denn bei Jesus, dem wahren Gott, wird jeder mit offenen Armen empfangen!

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