Andachten

Andacht

Andacht 04.12.2019

04. Dezember 2019 | Roland Nickel

Andacht 04.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Gott kommt von Teman her, vom Bergland Paran zieht er heran, der heilige Gott. Sein Glanz strahlt über den Himmel, sein Ruhm erfüllt die ganze Erde. Wie das Sonnenlicht bricht seine Herrlichkeit hervor, um ihn leuchtet es hell, und in den Strahlen verbirgt sich seine Macht!

Es ist ein grauer Dezembermorgen. Ich sitze in meinem Studiozimmer und sehe durch mein großes Panoramafenster auf die Berge des Odenwaldes. In etwa zwei Kilometern Luftlinie erhebt sich der höchste Berg des nördlichen Odenwaldes vor meinen Augen. Zugegeben: Mit 517 Metern Höhe ist der Melibokus nicht gerade hoch, aber hier – am Rande der Rheinebene – thront er über der Landschaft.
Es ist noch trübe. Ich denke nach, lese in der Bibel, grüble. Seit einem halben Jahr bin ich krankgeschrieben. Eine schwerwiegende Nervenkrankheit. Ich weiß nicht, ob ich noch einmal auf die Beine komme oder ob ich dauerhaft Invalide sein werde. Keine guten Aussichten.
Doch nun passiert es. Im Osten, hinter dem Gipfel des Melibokus, wird es hell. Der Kontrast des Bergrückens wird immer schärfer. Die Sonne geht auf. Sie zeigt sich hinter dem Berg und steigt immer höher. Sie bildet einen Halbkreis, das Licht wird heller und greller. Ich muss meine Kappe aufsetzen.
Hoffnung keimt auf: „Wie das Sonnenlicht bricht seine [Gottes] Herrlichkeit hervor“, schrieb der Prophet. Ich werde an die bildhafte Beschreibung der Wiederkunft Christi erinnert, die Ellen White verfasst hat: „Gegen Osten erscheint ein kleines schwarzes Wölkchen, ungefähr halb so groß wie eines Mannes Hand. Es ist die Wolke, die den Heiland umgibt … Sein Angesicht überstrahlt die blendende Mittagssonne … Die Gesichter der Gerechten hellen sich auf, Freude erfüllt jedes Herz.“ (Der große Kampf, Advent-Verlag, S. 640f.)
Ein kraftvolles Bild. Ich weiß, ich bin nicht allein, „um ihn [Gott] leuchtet es hell, und in den Strahlen verbirgt sich seine Macht“. Das gibt mir wieder Mut, nach vorne zu schauen, denn Christus ist stärker als all das, was mich in dieser Welt belastet.
Ich brauche manchmal solche Bilder, die mir Mut schenken, hoffnungsvoll zu sein, auf Christus zu sehen, unseren Herrn und Gott, „der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“ (Offb 1,8).

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden