Andachten

Andacht

Andacht 07.12.2019

07. Dezember 2019 | Hartwig Lüpke

Andacht 07.12.2019

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

In deine Hände befehle ich meinen Geist … [Du] übergibst mich nicht in die Hände des Feindes … Meine Zeit steht in deinen Händen.

Der 31. Psalm berührt mich auf verschiedene Weise. Vielleicht deshalb, weil David so eine ehrliche Haut war und sich nicht scheute, von sich und seinen Ängsten zu erzählen. Welcher König gibt schon zu, dass er leidet, angefochten wird, sich wie ein zerbrochenes Gefäß vorkommt (V. 10– 13)? Mich berührt aber auch, dass er trotz allem sagen kann: „Herr, auf dich traue ich … Denn du bist mein Fels.“ (V. 2.4)
In dem David-Lied ist dreimal von Händen die Rede, zuerst in Vers 6. „In deine Hände befehle ich meinen Geist“ – das heißt: mein ganzes Leben. Wann betet man ein solches Gebet? Wenn man alt geworden ist oder von einer schweren Krankheit überfallen wird? Wenn man sich entschließt, seinen Weg mit Jesus zu gehen?
Ich lese den Vers in erster Linie als Hingabegebet. Ich gebe mich ganz in Gottes Hand, weil ich weiß, dass er mich liebt, weil ich will, dass er mich führt, weil ich glaube, dass er mir in Freud und Leid nahe und gnädig ist. Ich vertraue darauf, dass mein Leben mehr wert ist als die Anzahl meiner Jahre, meiner Erfolge und Misserfolge. Mein Leben hat Ewigkeitswert. Deshalb bete ich: In deine Hände befehle ich meinen Geist. In Vers 9 drückt David die Gewissheit aus: „Du [Gott] übergibst mich nicht in die Hände des Feindes.“ Ja, Schuld und Versagen, Not und Angst – das alles gibt es in meinem Leben, aber ich bin diesen Mächten nicht ausgeliefert. Ich habe mit ihnen zu kämpfen, sie greifen nach mir, bedrängen mich; sie machen mir zu schaffen und ich werde nervös; manchmal falle ich auf sie herein – aber in ihrer Hand bin ich nicht. Gott hat mich all diesen Mächten nicht überlassen. Ich bin in seiner Hand! Er ist mein Herr der Treue, der Zuverlässigkeit.
Wie eine feste Burg steht dieses Bekenntnis, aber auch wie ein Lob- und Danklied: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (V. 16) Nicht nur meine gesamte Lebenszeit, sondern jede Stunde, jede Situation, auch der heutige Tag sind in seiner Hand.
Die drei Hände-Texte lassen mich deshalb jeden Tag aufs Neue dankbar beten: „Niemand kann mich reißen, Herr, aus deiner Hand, bis du mich aus Gnaden bringst ins Heimatland.“ (ghs 446,4)

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