Andachten

Andacht

Andacht 08.12.2019

08. Dezember 2019 | Günther Hampel

Andacht 08.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

In jener Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die hielten Wache bei ihren Herden in der Nacht. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich sehr.

Ein Engel kündigt den Hirten an, dass der Messias geboren ist. Sie sehen mitten in der Nacht eine unbeschreibliche Lichtfülle und bekommen Angst. Sie hören den Engel sprechen und dann einen himmlischen Choral.
An dieser Stelle hätte diese Geschichte schon zu Ende sein können, aber die Hirten stehen mit beiden Beinen im Leben und wollen mit eigenen Augen sehen, was ihnen angekündigt wurde.
Das erinnert mich an den Choral in Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium: „Schaut hin, dort liegt im finstern Stall, dess’ Herrschaft gehet überall …“ Was wollte Bach mit diesem „Schaut hin …“ sagen? Wenn man bloß flüchtig hinguckt, sieht man nur, was vor Augen ist: ein Neugeborenes wie jedes andere.
Doch wenn es um Gottes Handeln geht, reicht das nicht. Da muss es heißen: „Schaut richtig hin!“, denn dort liegt der Messias. Freilich, das war damals und man könnte fragen, was geht uns das an? Mit der Geburt Jesu wendet sich Gott unseren Problemen zu, wir müssen nur richtig hinschauen.
Wir fühlen uns einsam und verlassen? Gott weiß, wie das ist, denn er hat seinen eigenen Sohn hergeben müssen. Schaut nur mal hin zur Krippe. Wir fühlen uns unverstanden? Als Jesus den Beistand seiner Freunde am dringendsten gebraucht hätte, schliefen sie. Schaut nur mal hin nach Gethsemane. Wir leiden unter Krankheit und Schmerzen? Der Prophet Jesaja sagte: „Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.“ (Jes 53,4) Schaut nur mal richtig hin!
Wir tragen schwer an dem, was in unserem Leben nicht in Ordnung ist. Schau hin nach Kapernaum, da sagte Jesus zu einem Gelähmten: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ (Mk 2,5)
Vielleicht gelingt es uns in der Adventszeit und zu Weihnachten, von den großen und kleinen Sorgen weg und auf den zu schauen, „dess’ Herrschaft gehet überall“. Versuchen könnten wir es zumindest, so wie die Hirten genau hinzusehen.

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