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Andacht

Andacht 11.12.2019

11. Dezember 2019 | Reinhold Paul

Andacht 11.12.2019

Bildnachweis: BeneA / photocase.de

Herr, ich warte auf dein Heil!

Die Adventzeit ist eine Zeit des Wartens. Aber worauf warten wir? Warten wir nur auf Weihnachten? In unserem Bibeltext sprach der alte Jakob. Er war 147 Jahre alt und bereitete sich auf das Sterben vor. Um von seinen zwölf Söhnen Abschied zu nehmen, scharte er sie um sich. Mitten in seinen Segen hinein betete er: „Herr, ich warte auf dein Heil!“ Hätte er nicht beten müssen: „Herr, jetzt kann ich nichts Gutes mehr erwarten, ich erwarte nur noch den bitteren Tod?“ Nein, er betete voll Gottvertrauen: „Herr, ich warte auf dein Heil!“
Dieses Warten hat bereits bei Adam und Eva begonnen. Als sie das Paradies verlassen mussten, sprach Gott im Fluch über die Schlange: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1 Mo 3,15) Diese Verheißung Gottes war das erste Evangelium.
Von da an warteten die Menschen voller Sehnsucht auf die Ankunft des Menschen, der den Kopf der Schlange zertreten würde. Sicherlich werden auch Adam und Eva daraus Hoffnung geschöpft und auf die Geburt dieses Nachkommen gewartet haben. Aber statt des Erlösers wurde ihr erster Sohn Kain, der Brudermörder, geboren.
Dennoch warteten die Menschen sehr lange, von Generation zu Generation weiter. Erst nach weit über 4.000 Jahren brachten Maria und Josef das Jesuskind einige Tage nach seiner Geburt in den Tempel, wie es bei den Juden üblich war. Da nahm der wartende alte Simeon das Kind in seine Arme und betete zu Gott: „Nun, Herr, entlässt du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen.“ (Lk 2,29–30 EB)
Auf Golgatha starb unser Heiland an dem „Fersenstich der Schlange“. Er aber hat der Schlange den Kopf zertreten und sie damit tödlich verwundet. Dann kehrte er zu seinem Vater zurück und machte uns mit seiner Verheißung zu Wartenden.
Advent heißt übersetzt „Ankunft“. Wenn Jesus wiederkommt, hat alles Warten ein für alle Mal ein Ende und die erwartete, ewige Freude bricht an. Bis dahin möchte ich nach dem Motto weiterleben: Herr, ich warte auf dein Heil!

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