Andachten

Andacht

Andacht 14.12.2019

14. Dezember 2019 | Daniel Wildemann

Andacht 14.12.2019

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Du sollst nicht begehren, was deinem Mitmenschen gehört: weder sein Haus noch seine Frau, seinen Knecht oder seine Magd, Rinder oder Esel oder irgendetwas anderes, was ihm gehört.

Der Karlsruher Philosoph Peter Sloterdijk nannte unsere Gesellschaft einmal sehr treffend ein „Neidkraftwerk“. Die Industrieländer stellen nicht nur eine Unmenge an Produkten her, sondern schaffen mit ihnen auch den Wunsch, diese besitzen zu wollen. Was es alles so zu begehren gibt, erreicht uns dabei nicht nur über das Bombardement der Werbung auf Plakaten, in Briefkästen, Newslettern, im Fernsehen oder Radio. Der Blick auf meinen Mitmenschen kann ebenfalls Begehrlichkeiten wecken. Wir wollen schließlich nicht zurückbleiben und was der- oder diejenige hat, das hätten wir auch gerne!
Ja, sein großes und schönes Haus! Seinen attraktiven Partner? Na klar! Knechte und Mägde gibt es nicht mehr, aber den neuen Computer, das neue Smartphone, das wir bereitwillig zwei Jahre abbezahlen – gekauft! Rind und Esel haben ausgedient, aber wir fahren Autos. Auch hier kann man wunderbar neidisch werden darauf, was auf europäischen Straßen so alles herumfährt oder vor der Garage des Nachbarn steht.
Gott erinnert daran: Tu das nicht! Es bringt dich nicht weiter. Auf diesem Weg wirst du keine Zufriedenheit und kein Glück finden, sondern dich durch den ständigen Vergleich in eine Sackgasse der Unzufriedenheit verfahren. Neid frisst dich auf.
Neben dem Schutz der Familie und der Ehe, die für Gott heilig sind, geht es im zehnten Gebot auch darum, sich nicht an Materielles zu binden. Wir häufen in unserem Leben mit großem Aufwand Dinge an, obwohl wir doch wissen: „Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.“ (Hiob 1,21) Aber geht das überhaupt, nicht zu begehren und neidisch zu sein? Neid ist eine Form der Missgunst. Die Bibel dreht den Spieß um und sagt uns: „Du musst gönnen können!“
Gottes Segen gönnt und beschenkt den Menschen reichlich. Und auch der Mensch kann begehren oder aber beschenken. „Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut.“ (Spr 11,25 Hfa)
Ich habe auch heute die Wahl: Lasse ich mich im Neidkraftwerk verheizen oder segne ich andere, indem ich ihnen bewusst etwas gönne?

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