Andachten

Andacht

Andacht 17.12.2019

17. Dezember 2019 | Hans Heinz

Andacht 17.12.2019

Bildnachweis: boing / photocase.de

Glaubt an Gott und glaubt an mich!

„Am einfachsten wäre es, an gar nichts zu glauben.“ Diese Einstellung begegnet einem häufig im Alltag. Aber das ist gar nicht möglich, meint der Mathematiker Rudolf Taschner in seinem Buch Woran glauben, weil jeder Mensch im Glauben den Halt und die Orientierung findet, die wir zum Leben brauchen. Dieser Glaube, so der Autor, müsse aber nicht unbedingt der Glaube an Gott sein, es gäbe auch Alternativen. So zum Beispiel der Glaube an sich selbst, an die Natur, an die Kunst oder an die soziale Kraft einer Gemeinschaft, in der der Einzelne aufgehen könne.
Geben diese Angebote aber wirklich den versprochenen Halt und die zugesagte Orientierung? Wenn der Glaube auf das eigene Ich ausgerichtet ist, ist er dann nicht der Möglichkeit menschlicher Verirrung ausgesetzt? Und ist die Bindung an die Natur nicht die Bindung an das Gesetz des Stärkeren? Wie viel wissen wir von Natur und Welt? Taschner gesteht: „Wenn nur das im Leben zählt, was man definitiv weiß und nicht glauben muss, dann wird es ziemlich schnell eng.“ Zwar kann uns Kunst über den Alltag erheben und uns sogar Gott erahnen lassen – so meinte Albert Einstein, er wisse nun, dass es einen Gott im Himmel gibt, als er den jungen Yehudi Menuhin auf der Geige spielen hörte –, aber von Gefühlen lässt sich keine unumstößliche Lebensorientierung ableiten. Kunst ist kein Ersatz für Gott, sondern höchstens Zeugnis für ihn.
Der ursprüngliche christliche Glaube, wie wir ihn in der Bibel finden, hilft uns aus dem Chaos der menschlichen Mutmaßungen. Nur in der Begegnung mit Christus erleben wir die Dimension des offenbar gewordenen Göttlichen in der Gestalt des Menschlichen. Dieser Glaube erhebt uns über die Begrenzung unseres Erkennens und Wissens. Weil Christus uns in seinem Menschsein auch sein Gottsein offenbarte (Joh 14,9), muss hier der Glaube verortet sein. Alles andere ist Vergötzung von Welt, Person und Werk.
Nur wer an den Gott glaubt, der in Christus Mensch geworden ist, hat einen Zugang zum Absoluten und damit einen festen Grund, der Halt gibt und vor Irrungen bewahrt. Die Überzeugung, in Christus den Weg, die Wahrheit und das Leben gefunden zu haben (Joh 14,6), erfüllt unser Dasein mit Sinn, verleiht Freude und Frieden und schenkt Hoffnung für die Zukunft.

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