Andachten

Andacht

Andacht 20.12.2019

20. Dezember 2019 | Holger Hentschke

Andacht 20.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Wie schön zu lesen, dass Jesus mit seinen Jüngern gesungen hat. Mit „sie“ sind hier im Text Jesus und die elf Jünger gemeint. Judas ist auf dem Weg zu den Hohepriestern. Sie haben etwa dreieinhalb Jahre lang zusammen verbracht; sind gemeinsam gewandert, haben miteinander geredet und gegessen. Haben diskutiert, Wunder erlebt, Predigten gehört, miteinander gebetet und eben auch zusammen gesungen.
Mich persönlich freut das sehr, denn ich könnte mir ein Leben ohne Singen und Musik nicht vorstellen. Musik bringt Bewegung ins Leben, Musik vertreibt die Einsamkeit, mit Musik kann ich etwas ausdrücken. Und hier erfahre ich, dass auch Jesus gesungen hat. Aber mich erfreut an dieser Bibelstelle noch etwas. Wir müssen uns die Situation einmal vorstellen, in der sie gesungen haben.
Das Passahfest hat an diesem Abend begonnen, sie haben zusammen gegessen und Jesus hat mit den Jüngern sein letztes Abendmahl gefeiert. Das muss für die Jünger etwas Wunderbares gewesen sein. Ihr Meister wusch ihnen die Füße. Dann reichte er ihnen den Kelch, sprach von seinem Blut. Dann brach er das Brot, gab jedem ein Stück davon und sprach von seinem Leib. Es ist die Premiere des Abendmahls und diese zwölf waren dabei.
Wow, denke ich mir heute, nur ist ihnen das in diesem Moment vermutlich nicht so klar gewesen. Jesus redete immer wieder von seinem Tod und von Abschied, und er richtete ein Fest ein. Achterbahn der Gefühle. Und dann sangen sie dieses Loblied und gingen hinaus. Das Leben ging weiter. Es folgte in den nächsten Tagen viel Schweres für Jesus und die Jünger. Aber bevor das passierte, sangen sie ein Loblied. Sie dankten und lobten Gott für all das, was bisher passiert war. Zwischen dem Guten und dem Schlechten – mittendrin – steht der Lobgesang.
Wie oft schon habe ich den Satz gehört: Not lehrt beten. Warum erst dann beten, wenn es mir schlecht geht? Warum nicht singen und loben, wenn es mir gut geht? Gott ist in schlechten Zeiten für mich da, völlig klar. Aber in den guten Zeiten auch. Und dann kommt das Loblied von ganz allein.

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