Andachten

Andacht

Andacht 22.12.2019

22. Dezember 2019 | Heinz Wietrichowski

Andacht 22.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht.

Der kleine Timo, ein schüchterner, stiller Junge, sagte seiner Mutter eines Tages, er würde gern jedem Kind in seiner Klasse ein Valentinstagsgeschenk machen. Das gefiel ihr gar nicht, denn sie wusste, wie es ihrem Sohn auf dem Heimweg meistens ging. Ihr Timo lief hinter den anderen her, die miteinander lachten, scherzten und plauderten – aber nicht mit ihm. Drei Wochen lang saß Timo Abend für Abend an seinem Schreibtisch und bastelte fünfunddreißig Geschenke.
Als der Valentinstag anbrach, war Timo außer sich vor Aufregung. Sorgfältig packte er seine Kunstwerke in eine Tasche und sauste zur Tür hinaus. Seine Mutter schaute ihm sorgenvoll nach. Sie wusste einfach, dass er enttäuscht sein würde ... Es tat ihr weh, sich ihren Sohn vorzustellen – ohne ein erhaltenes Geschenk, und ohne dass seine Mühe von den Kameraden gewürdigt worden war.
Am Nachmittag standen zum Trost Kekse und Milch auf dem Tisch bereit. Als die Mutter die Kinder draußen hörte, sah sie zum Fenster hinaus. Da kamen sie, lachend und scherzend wie immer. Und wie immer Timo als Letzter. Aber er ging ein wenig schneller als gewöhnlich. Sie rechnete fest damit, dass er weinen würde, sobald er zur Tür hereingekommen wäre. Als er eintrat, bemerkte sie, dass seine Hände leer waren, und sie musste ihre Tränen unterdrücken. Mit zitternden Lippen murmelte sie: „Mami hat warme Kekse und Milch für dich.“ Aber er hörte ihre Worte kaum. Mit strahlendem Gesicht marschierte er an ihr vorbei, und alles, was er herausbrachte, war: „Keinen einzigen ... keinen einzigen …“ Er sah seine Mutter triumphierend an und fügte voller Befriedigung hinzu: „… ich habe keinen einzigen vergessen, nicht einen einzigen!“
Jesus hat uns mit viel Mühe ein Geschenk gemacht. Er geht uns nach und wünscht sich, dass wir uns darüber freuen. Er hat keinen von uns vergessen. Er schenkt nicht, weil er wieder beschenkt werden möchte – aber er würde sich darüber freuen, wenn wir dankbar wären und sein Geschenk mit Freude annähmen. (Nach einer Erzählung von Dale Galloway)

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