Andachten

Andacht

Andacht 26.12.2019

26. Dezember 2019 | Egon Schramm

Andacht 26.12.2019

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Nachdem die Sterndeuter fortgezogen waren, kam ein Engel des Herrn im Traum zu Josef und befahl ihm: „Steh schnell auf und flieh mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten! Bleibt so lange dort, bis ich dir etwas anderes sage, denn Herodes lässt das Kind suchen und will es umbringen.“

Kaum ist Jesus geboren, wird bereits sichtbar, dass sein Leben einen dramatischen Verlauf nehmen wird. Gottes Sohn auf der Flucht vor Menschen und das mehrmals! Wie kann das sein? Wo bleibt da die Allmacht und Liebe Gottes? Viele schütteln zweifelnd den Kopf. Wer soll das begreifen?
Seit dem Sündenfall ist zwischen unserem Denken und dem Vertrauen zu Gott ein Riss entstanden. Die Aussage der Schlange im Paradies „Ihr werdet sein wie Gott“ verlangt Antworten auf die vielen Warum-Fragen, auf die wir aber hier oftmals keine Antwort erhalten können. Ob wir es wollen oder nicht, wir müssen eingestehen, dass Gottes Gedanken nicht unsere Gedanken sind (Jes 55,8). Dennoch sind seine Gedanken auf Frieden und nicht auf Leid ausgerichtet (Jer 29,11). Lassen uns diese beiden Hinweise zufrieden sein oder regen sie uns noch mehr auf?
Die Berichte über Jesu Wirken sind voller Spannung und Rätsel. Kaum ist den Hirten große Freude angekündigt worden, wird bereits eine Todesdrohung laut. Josef wird durch einen Engel gewarnt. Ihm wird sogar das Ziel mitgeteilt. Gott bleibt eben doch der Souverän allen Geschehens. Obwohl der König Herodes Jesus umbringen lassen wollte, kam er nicht zum Ziel. Aber große Trauer hat er in Familien gebracht, deren Kinder wegen Jesus getötet worden sind. Wie viele Gläubige sind es im Verlauf der Geschichte gewesen – bis heute, die um Jesu willen getötet worden sind! Von Anfang an will man Jesus loswerden. Seine Botschaft wird als Störung in unserer Gesellschaft empfunden, obwohl er uns das Heil gebracht hat.
Bleibt da nicht die Freude auf der Strecke? Weihnachten und Flucht scheinen nicht zusammenzupassen und doch ist das die Realität bis heute. Auch in der Weihnachtszeit sind viele Menschen auf der Flucht. Es bleibt dabei: „[Gott] will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1 Tim 2,4) Das ist der Grund zur Freude in unserer bedrohten Welt. Gott hat uns nicht aufgegeben, egal welche Herausforderung wir gerade bewältigen.

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Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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