Andachten

Andacht

Andacht 27.12.2019

27. Dezember 2019 | Hans Wilhelm

Andacht 27.12.2019

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

In den Fünfzigerjahren gab es eine Reihe von Filmen nach den Romanen des italienischen Schriftstellers Giovannino Guareschi, von denen der erste den Titel „Don Camillo und Peppone“ trug. Diese Komödien spielen in einem kleinen Ort in der Poebene und behandeln die Auseinandersetzungen zwischen dem Priester Don Camillo – verkörpert von dem französischen Komiker Fernandel – und dem kommunistischen Bürgermeister Peppone – dargestellt von dem Italiener Gino Cervi. Von diesen lustigen Schwarz-Weiß-Filmen ist mir vor allem eines in Erinnerung geblieben: Der Pfarrer Don Camillo spricht in seiner Kirche ständig mit Jesus am Kreuz. Er unterhält sich quasi mit ihm, spricht die aus seiner Sicht bestehenden Probleme an.
Da steht in unserem Andachtstext: „..., betet ohne Unterlass“. Wie muss ich mir das vorstellen?
Wenn man mit Menschen zusammen ist – in der Familie mit dem Ehepartner oder den Kindern, im Beruf mit Kollegen und Geschäftspartnern oder auch mit Freunden –, dann unterhält man sich, bespricht dieses und jenes oder man hat ein bestimmtes Anliegen. Man redet, diskutiert. Alles ist ganz selbstverständlich.
Mit Gott scheint das schon schwieriger zu sein. Denn es heißt ja in Matthäus 6,6: „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater …“ – Soll ich den ganzen Tag in meinem „Kämmerlein“ bleiben? Nein, denn dieses „Kämmerlein“ ist überall da, wo ich einen Moment zur Ruhe komme und meine Gedanken Gott und Christus zuwenden kann. Wo ich allein mit mir selbst bin, obwohl um mich herum „das Leben“ tobt. Das kann im Auto sein oder in der Bahn; das kann ein Augenblick während der Arbeit sein oder bei einem Spaziergang in der Natur – es gibt viele Gelegenheiten, Gott in Gedanken anzusprechen, eine Bitte zu formulieren oder einmal „Danke“ zu sagen. So bleiben wir „ohne Unterlass“ bei Gott.
In den erwähnten Filmen antwortet Jesus direkt durch eine Stimme aus dem Off – allerdings bezeichnenderweise meist anders, als der Priester es sich wünscht. Das zeigt: Gottes Wege verlaufen nicht immer so, wie wir uns das vorstellen oder erbitten. Entscheidend ist, dass die Verbindung nicht abreißt.

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