Andachten

Andacht

Andacht 30.12.2019

30. Dezember 2019 | Norbert Zens

Andacht 30.12.2019

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter. 1. Könige 19,4

Mit den eigenen Schwächen konfrontiert zu werden kann Menschen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen. Da ist es tröstlich zu wissen, dass darin sogar großes Wachstumspotenzial steckt.
Die meisten Christen kennen Elia, den großen Propheten, der dem König von Israel die Stirn bot. Und plötzlich lässt sich dieser Mann Gottes von den Todesdrohungen Isebels, der Frau des Königs, in die Flucht schlagen. Elia flieht in die Wüste und es dauert nicht lange, bis er sein Verhalten zu hinterfragen beginnt. Warum hatte er nicht weiterhin auf Gottes Führung und Schutz vertraut, anstatt zu fliehen und Isebel das Feld zu überlassen? In der tiefen Enttäuschung – auch über sich selbst – erkennt Elia: „Ich bin nicht besser als meine Väter.“ Vor weniger als zwei Tagen hatte er sich noch als den allein übrig gebliebenen Propheten gesehen und zum versammelten Volk gesagt: „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist‘s aber Baal, so wandelt ihm nach.“ (1 Kön 18,21) Es ist schmerzhaft, mit der eigenen Realität konfrontiert zu werden. Doch oft sind es gerade solche herausfordernden Situationen, die uns dafür vorbereiten, einen wichtigen Schritt in unserer persönlichen Entwicklung zu tun. Es ist interessant, wie Gott mit dem an sich selbst verzweifelnden Elia umgeht: keine Zurechtweisung, keine Kritik. Stattdessen kommt er ihm persönlich nahe, in dem Engel, der Elia berührt und sich fürsorglich um ihn kümmert.
Gott kommt Elia nahe. Er gibt ihm zu essen, lässt ihn schlafen und offenbart ihm sein Wesen. Wie ganz anders gehen wir oft mit den Fehlern anderer oder dem eigenen Versagen um? Wie viel mehr würden wir anderen und letztlich auch uns selbst helfen, wenn wir uns an Gottes Tun orientieren würden: ehrlich mit Gott zu sein, Nähe zuzulassen und echte Gemeinschaft zu pflegen? Gottes Handeln spiegelt seine bedingungslose Liebe für uns Menschen wider, die Elia überzeugt, den Dienst für Gott erneut aufzunehmen und die auch für uns und unser Miteinander Motivations- und Kraftquelle sein kann.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden