Andachten

Andacht

Andacht 03.01.2020

03. Januar 2020 | Manfred Böttcher

Andacht 03.01.2020

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Darum rief Jesus alle zwölf zu sich her und sagte: „Ihr wisst: Die Herrscher der Völker, die Großen in der Welt, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren. Bei euch muss es anders sein! Wer unter euch groß sein will, soll euer Diener sein.“

Die Mutter von Johannes und Jakobus hatte Jesus gebeten, ihren Söhnen einen Ehrenplatz im Reich Gottes zu geben. Den übrigen Jüngern platzte deshalb der Kragen. Erschreckend wird deutlich, wie Hunger nach Größe die Gemeinschaft zerstört. Weshalb waren die anderen so aufgebracht? Waren sie davon überzeugt, dass im Kreis der Jünger Jesu keiner über dem anderen steht? Oder suchte jeder heimlich für sich selbst, was die beiden sich wünschten? Wohl gibt es Größe in der Nachfolge Christi, aber sie darf nicht mit Macht und bestimmten Positionen verwechselt werden. Jesus musste seinen Jüngern, denen er eine große Aufgabe anvertrauen wollte, einprägen, dass die Bereitschaft zum Dienen das bestimmende Prinzip in seiner Gemeinde bleiben muss. Das allein verleiht Größe.
Die Frage der Mutter von Johannes und Jakobus verdeutlicht, dass selbst Verbundenheit mit Jesus nicht vor der Jagd nach Macht bewahrt. Jesus weiß um die Wirklichkeit in der Welt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten (Mt 20,25) Im Gegensatz zu weltlichen Ordnungen hat in seiner Gemeinde zu gelten: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein.“ (Mt 23,11) Dieser Unterschied soll durch die Gemeinde als ein deutliches Zeichen für die Welt erkennbar sein. Nicht nur unter denen, die leitende Verantwortung haben, zeigt sich allzu oft ein Verhalten, das man so beschreiben kann: entweder Hammer oder Amboss. Man will möglichst Hammer sein, da der Amboss die Schläge zu erleiden hat. Wer wie ein Hammer handelt, nimmt in Kauf, andere zu erniedrigen.
Macht, die andere ohnmächtig macht, darf es unter den Nachfolgern Jesu nicht geben. Ob in Ehe und Familie, in der Gemeinde oder am Arbeitsplatz: Nur die Größe gilt, die andere groß macht, und die Vollmacht, die andere stärkt. Deshalb erbitte von Gott: „Hilf mir heute durch Dienen für andere groß zu sein.“ Bei seiner Wiederkunft wird Jesus dir und anderen dann zurufen: „Kommt her! … Nehmt Gottes neue Welt in Besitz.“ (Mt 25,34 GNB)

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