Andachten

Andacht

Andacht 07.01.2020

07. Januar 2020 | Wolfgang Dorn

Andacht 07.01.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Ein Mann reitet auf seinem Pferd durch eine scheinbar endlose Schneelandschaft. Irgendwann begegnet er einem einzelnen Wanderer. Dieser fragt ihn: „Junger Mann, wohin geht die Reise?“ Der Reiter antwortet orientierungslos und erschöpft: „Die Reise geht immer dorthin, wohin das Pferd mich trägt.“
Wir stehen gemeinsam am Beginn eines neuen Jahres. Wohin geht unsere Reise? Wohin geht deine ganz persönliche Lebensreise im Jahr 2019? Als Christen warten wir auf die Wiederkunft Jesu. Wir sehnen uns nach der „Stätte Gottes bei den Menschen“. Es ist ein Ort der Nähe Gottes zu uns Menschen und seiner bedingungslosen Annahme von uns. Diese beginnt schon jetzt – und reicht in die Zukunft hinein. Im Moment aber warten wir noch. Wir leben im Schon-Jetzt und gleichzeitig im Noch-Nicht. Wie können wir diese Spannung aushalten und wie sieht dieses Warten aus?
Im 16. Jahrhundert lebte in der mittelalterlichen Stadt Augsburg ein extrem wohlhabender Mann: Jakob Fugger. Irgendwann in seinem Leben aber erkannte er wohl, dass er seinen ganzen Reichtum gar nicht mehr ausgeben konnte in seinem Leben. Daraufhin traf er in seinem Herzen eine Entscheidung: Er begann, Häuser für Menschen zu bauen, die sich selbst keine leisten konnten. So begründete Fugger die erste Sozialsiedlung der Welt. Noch heute leben bedürftige Menschen in den Wohnungen, die Jakob Fugger vor 500 Jahren errichtete.
Als Christen wollen wir in unseren Kirchen ein geistliches Zuhause für Menschen schaffen. Einen Raum des Wartens, an dem wir von Gott bedingungslos angenommen sind und uns auch gegenseitig annehmen, wie wir sind. Mit all unseren Fehlern und Unvollkommenheiten. Auch wenn das nicht immer so gelingt – es bleibt unser gemeinsames Ziel. Wir orientieren uns dabei an den Aussagen der Bibel.
Der Apostel Paulus fasst das Wesentliche des Evangeliums in drei Worten zusammen: Glaube, Hoffnung, Liebe. (vgl. 1 Kor 13) Wenn du dir für das neue Jahr noch nichts vorgenommen hast, möchte ich dich ermutigen, in diesem Jahr immer mehr im Glauben zu leben, durch Hoffnung zu begeistern und aus Liebe zu handeln.

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UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

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