Andachten

Andacht

Andacht 17.01.2020

17. Januar 2020 | Nicole Günther

Andacht 17.01.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Doch der Herr sagte zu ihm: „Lass dich von seinem Aussehen und von seiner Größe nicht beeindrucken. Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz.“

Seit einiger Zeit wird einmal im Jahr die Musiksendung The Voice of Germany ausgestrahlt, in der es darum geht, die beste Stimme Deutschlands zu finden. In den ersten Shows – den so genannten blind auditions – sitzt die Jury mit dem Rücken zur Bühne und ist damit sozusagen „blind“, da sie nicht sehen kann, wer auf die Bühne kommt. Die Juroren können nur anhand der Stimmen bewerten, ob diese gut genug sind, um weiterzukommen. Da die Teilnehmenden also nicht nach Alter, Größe, Gewicht, Gestik, Mimik, Modestil und Ähnlichem bewertet werden können, kann niemand die Jury etwa mit einer besonders hübschen Präsentation beeinflussen, um von fehlenden stimmlichen Qualitäten abzulenken. Allein die Stimme zählt. Und manchmal würde sich ein Juror gern umentscheiden, wenn er die Person schließlich sieht.
Mich faszinieren diese ersten Sendungen, denn sie zeigen: Ob wir wollen oder nicht, wir beurteilen unsere Mitmenschen. Man hat in psychologischen Studien herausgefunden, dass es nur allenfalls 100 Millisekunden braucht, um anhand von Gerüchen, Körpersprache und Aussehen einen ersten Eindruck zu gewinnen. Anschließend steht für uns fast unveränderlich fest, wie wir eine Person einschätzen, wer uns als attraktiv, sympathisch, vertrauenswürdig erscheint und wer nicht.
Gott ist da ganz anders. Seine Wahl beruht nicht auf Äußerlichkeiten, sondern, wie im obigen Bibeltext deutlich wird, auf einem Blick ins Herz, denn bei ihm zählt der innere Wert. Ihn können wir nicht mit hübschem Styling oder teurer Kleidung beeindrucken. Jenseits von allem Äußeren, wonach Menschen von anderen Menschen beurteilt werden, sieht Gott in das Innere des Menschen und schätzt dieses wert. Er hat den völligen Durchblick, er kennt meine Motivation, meine Stärken, meine blinden Flecke. Auch in Augenblicken, in denen ich mich nicht kenne, weiß er, was in mir vorgeht. Das ermutigt mich, allein Gott und seinen Kriterien für eine Erwählung zu vertrauen und ihn im Hinblick auf mein Umfeld zu bitten: „Gott, hilf mir, meine Mitmenschen mit deinem Herzen zu sehen.“

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