Andachten

Andacht

Andacht 21.01.2020

21. Januar 2020 | Hanna Klenk

Andacht 21.01.2020

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Als der König kam, um die Gäste zu sehen, bemerkte er einen Mann, der nicht festlich angezogen war.

Seit zehn Jahren führt das Dorf Kandersteg im Berner Oberland Ende Januar eine „Belle Époque“-Woche durch. Was als Werbeschachzug begann, um Gäste in einer sonst flauen Zeit in die Hotels zu locken, entwickelte sich zu einem Magneten für Menschen, die gerne in die aufwendige Kleidung der Zeit um 1900 schlüpfen. Federhüte, Volants, Zylinder, aber auch Nagelschuhe und Gamaschen werden gern gezeigt.
Gottfried Kellers Novelle Kleider machen Leute diente als Vorlage für Filme und Opern und ist heute noch genauso aktuell, wenn man sich die Outfits der Stars auf YouTube anschaut.
Welche Bedeutung hatte Kleidung in biblischer Zeit? Hast du dich auch schon über die Geschichte des Achan gewundert, der bei der Eroberung von Jericho einen babylonischen Mantel, Silber und Gold mitgehen ließ und in seinem Zelt vergrub? Welchen Nutzen hatte denn das Kleidungsstück? Es öffentlich zu tragen war ja auf keinen Fall möglich. Das Stück Stoff hatte sicher mehr als materiellen Wert. Ähnlich muss es sich bei dem vielfarbigen Mantel, den Jakob seinem Sohn Josef machen ließ, verhalten haben. Auch von dem Spieleinsatz um das Rätsel, das Simson seinen Hochzeitsgästen stellte, wird deutlich, dass 30 Hemden und Gewänder wohl einen hohen Wert besaßen.
Reliefs aus assyrischen, babylonischen und persischen Palästen zeigen uns Machart und Aussehen solcher langen Röcke, die oft in Bahnen um den Körper gelegt wurden, aufwendige Muster aufwiesen und mit Fransen behangen waren. Die langen Ärmel machen deutlich, dass es sich um Festkleidung für Zeremonien handelte, die dem Träger einen bestimmten Status verlieh. Außerdem konnte man so ausgestattet keine körperliche Arbeit verrichten.
Jesus macht in seinem Gleichnis vom Hochzeitsfest klar, dass alle menschlichen Aufwendungen und Anstrengungen nicht genügen, um vor Gott zu bestehen. Er lässt sich durch Glitzer und Troddeln nicht täuschen. Nur wer das Kleid der Gerechtigkeit von Jesus als Geschenk annimmt, wird bestehen können. Kleider machen vielleicht Leute, aber nur weiße Kleider – von Gott verliehen – machen Erlöste!

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