Andachten

Andacht

Andacht 23.01.2020

23. Januar 2020 | André Zander

Andacht 23.01.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Dein Wille geschehe.

Erinnerst du dich noch an den Titel des Andachtsbuches 2017? Er lautete: „Dein Wille geschehe.“
Ich erinnere mich, wie sich dieser Titel in meine Seele bohrte, als ich das Andachtsbuch zum ersten Mal in der Hand hielt. Zu dieser Zeit eskalierten Terror, Anschläge (Berliner Weihnachtsmarkt) und Übergriffe. Hass, Verleumdung und Intoleranz auf allen Seiten prägen unser Miteinander, zerreißen unsere Gesellschaft.
„Dein Wille geschehe.“ Diese Worte haben mich getroffen und schwer beschäftigt.
Lieber Gott, sage mir: Ist das wirklich dein Wille, was in der Welt, in unserem Land, in unserer Stadt geschieht? Aber wenn es nicht dein Wille ist, der hier geschieht, dann ist diese Aussage im Vaterunser wohl nur ein frommer Wunsch, eine hohle Floskel? Welch ein Dilemma! Was bete ich da eigentlich? Und wenn wir schon mal dabei sind: Dass dein Reich komme, ist ja auch allein deine Angelegenheit – warum sollte ausgerechnet ich – ein kleiner Tropfen in deinem Ozean – dich darum bitten?
Doch halt, genau an dieser Stelle wurde mir klar: Natürlich kann ich Jesu Wiederkunft nicht auch nur um einen Wimpernschlag beschleunigen, selbst wenn ich noch so fleißig missionieren würde. Aber das ist auch gar nicht der Punkt.
Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (Lk 17,21) und „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)
Darum geht es Jesus: Als Christ bin ich nichts weniger als ein Repräsentant des Gottesreiches! Da wo ich bin, da ist Gottes Reich, da möchte Gott durch mich wirken. Jesus denkt hier auf einer ganz anderen Ebene – auf der persönlichen!
Und so ist es auch mit Gottes Willen: Er soll an mir geschehen! Die Welt kann ich nicht verändern, aber ich kann Gott bitten, dass er mich verändert. Dass ich das tue, was er sich von mir wünscht. Dass ich ihm mein Leben anvertraue. Und selbstverständlich kann ich mich gegenüber der Welt, meinen Mitmenschen und der Natur so verhalten, wie es Gottes Willen entspricht. „Dein Wille geschehe“ bedeutet aber auch, Gott zu vertrauen, dass er handelt und mich hält.
Lieber Gott, danke, dass du mir gezeigt hast, was es wirklich bedeutet, wenn dein Wille geschieht!

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