Andachten

Andacht

Andacht 31.01.2020

31. Januar 2020 | Ralf Schönfeld

Ein einzelner zarter grüner Grashalm vor grünem Hintergrund.

Bildnachweis: judigrafie / photocase.de

Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; denen draußen aber widerfährt es alles in Gleichnissen, auf dass sie mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit hörenden Ohren hören und doch nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde.

Haben wir da gerade richtig gelesen? Gleichnisse benutzte Jesus dazu, dass bestimmte Leute zwar alles hören können, aber ja nicht verstehen? Hat man uns nicht immer gesagt, Jesus benutzte Gleichnisse, damit er besser zu verstehen wäre? Nun schreibt Markus hier das genaue Gegenteil. Wie kann das sein? Die Begründung, die wir im Matthäusevangelium zur gleichen Stelle lesen können, macht es auch nicht gerade erfreulicher: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ (Mt 13,12) Ja, so kennen wir das auf dieser Welt: Wer hat, dem wird auch noch vorn und hinten zugesteckt, aber Arme werden immer ärmer ... Nachvollziehbar, dass die Schüler Jesu manchmal verständnislos in die Augen ihres Meisters sahen.
Jesus zitiert hier eine Weissagung Jesajas über das Gottesvolk und macht deutlich, dass es passieren kann, dass man vieles hört, aber nichts „ankommt“. Jeden Tag ein Andachtswort, jede Woche ein Gottesdienstbesuch – und doch dringt nichts durch. Das ist offensichtlich eine reale Gefahr, auch bei Leuten, die „immer dabei“ sind und sich überzeugt als Gläubige bezeichnen würden. Dennoch fehlt das Entscheidende. Was könnte das sein? Was hatten die Jünger anderen voraus?
Sie hatten sich mit Haut und Haar, mit ihrem Verstand und vor allem mit ganzem Herzen auf Jesus eingelassen. Sie ließen sich von ihm ihr Privatleben auf den Kopf stellen, ihre Werte und ihre Denkweise, ihre Ziele und ihr Verhältnis (auch zum unliebsamen) Mitmenschen. So wurden sie „Insider“. Den „Außenstehenden“ jedoch begegnete Jesus nur in Geschichten, die herausforderten, oft provozierten und die immer den Ruf enthielten, sich zu entscheiden, endlich hereinzukommen! Betrachten wir Jesus nur von außen, wird ihn keiner von uns jemals wirklich erkennen. Wir müssen uns ganz auf ihn einlassen – dann folgt das Beschenktwerden mit seiner Hilfe. Gehst du das volle Risiko ein? Du riskierst nur Umdenken, Umkehr und Vergebung. Klingt nicht schlimm, finde ich, oder?

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