Andachten

Andacht

Andacht 07.02.2020

07. Februar 2020 | Gerhard Mellert

Andacht 07.02.2020

Bildnachweis: AllzweckJack / photocase.de

Und lasst uns aufeinander achten. ... Wir müssen uns doch gegenseitig ermutigen.

Was bedeutet es eigentlich, einander Mut zu machen? Wie geht das? Und warum brauchen wir Ermutigung?
In meinem Leben – ich bin jetzt 70 – habe ich schon über 25 Operationen mit Vollnarkose und über zehn ambulante OPs gehabt. Als ich mal wieder aus der Klinik entlassen wurde, traf ich eine Bekannte, die mich fragte, wie es mir gehe. Ich sage dann, wie so oft: „Nicht so gut, wie es sein sollte, aber auch nicht so schlecht, wie es sein könnte.“ Ihre Antwort war: „Du darfst nicht so viel jammern.“ Da bin ich seelisch noch weiter abgesackt. Das habe ich nicht gebraucht und auch nicht erwartet. Einige Zeit später, es ging mir durch eine andere OP wieder nicht gut, fragte mich jemand anderes: „Wie geht es dir?“ Ich sagte ehrlicherweise: „Ich habe die ‚A-Karte‘ gezogen.“ Die Antwort lautete: „Nein, du hast die Glückskarte gezogen, du bist doch ein Kind Gottes!“
Die Aussage ist zwar richtig, hat mich jedoch auch nicht ermutigt. Aber was ist Ermutigung dann? Ermutigung bewirkt bei dem Ermutigten eine positive, verändernde Kraft. Wer ermutigen möchte, zeigt Aufmerksamkeit oder Interesse, das anderen Mut macht. Ermutigung ist nötig, weil uns in unserem Glauben und Leben Schwierigkeiten blockieren und aufhalten können.
Der Schreiber der Sprüche sagt über die Macht der Worte: „Ein gutes Wort aber muntert einen Menschen auf.“ (Kap. 12,25 NLB) Worte sind wichtig, sie haben wirkliche Macht. Uns ist oft nicht bewusst, wie unsere Worte auf andere wirken. Wir sollten lernen, so zu reden, dass unsere Worte andere ermutigen. Beim Ermutigen geht es nicht nur darum, bestimmte Worte oder Sätze richtig auszusprechen. Ermutigung hängt auch von der Haltung ab, die dahintersteht. Sie ist keine Methode, die man lernen kann, sondern zeigt sich im Mitgefühl für den anderen. Bei der Ermutigung geht es um Worte, die Mut machen und zeigen, dass der andere mit seiner Not oder seinem Problem akzeptiert ist.
Wir sollten uns gegenseitig mehr Aufbauendes und Ermutigendes sagen, dem anderen aufmerksam zuhören, Türen öffnen, damit die Möglichkeit für weitere Gespräche geschaffen wird. So geht echtes Mutmachen.

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