Andachten

Andacht

Andacht 24.02.2020

24. Februar 2020 | Beate Strobel

Andacht 24.02.2020

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Obwohl nichts mehr zu hoffen war, hielt er [Abraham] an der Hoffnung fest.

Vorfreude ist die kleine Schwester der Hoffnung. Ende Februar brauche ich sie besonders dringend: Es zieht sich ja noch mit dem Winter; zu wenig Sonne, zu wenig Wärme und meine Gefühle zieht es dadurch oft in den Keller. Wenn da nicht die Vorfreude auf die warmen Frühlingstage wäre! Sie sagt uns, dass diese trüben Momente des Lebens nicht alles sind. Wenn ich mich auf etwas freue, bekomme ich Kraft zum Durchhalten, auch dann, wenn es gerade wirklich nicht lustig ist. Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Wenn zu erwarten ist, dass uns etwas guttun wird, ermuntert uns unser Gehirn, weiter in diese Richtung zu gehen. Es belohnt uns mit Wohlgefühl.
Für mich hat diese Vorfreude auch etwas mit meinem Glauben zu tun. Im Alltag macht es vielleicht keinen Unterschied, warum sich jemand auf etwas freuen kann, das ihm hilft, das leidige Pflichtprogramm durchzustehen. Kritisch aber wird es, wenn man keinen Grund mehr sieht, sich auf etwas zu freuen. Wo nichts mehr besser wird. Wenn eine Beziehung komplett in die Brüche ging, wenn ein Geschäftsvorhaben scheiterte, wenn man auf den Tod zugeht. Wie sieht es mit der Hoffnung in solchen Zeiten aus?
Paulus kannte das Leben Jesu sehr genau, auch wie er gelitten hatte und gestorben war. Ihm war völlig klar: Jedes Leben geht auf den Tod zu. Vielen Menschen widerfährt bitteres Leid. Und doch hielt Paulus die Hoffnung hoch: So wie Abraham, selbst da, wo nichts zu hoffen war. Das heißt, wann immer Schmerz und Leid da sind: nicht aufgeben. Wo immer Menschen leiden: Linderung versuchen und Trost schenken. Und auch im Alltag: sich selbst und andere nicht nur mit menschlichem Maßstab messen, der so oft zu Neid und Ärger führt.
Ich glaube wirklich, die Vorfreude ist die kleine Schwester der Hoffnung und gibt Kraft, das Klein-Klein im Alltag zu ertragen – sogar mit einem Lächeln zwischendurch. Die große Hoffnung bleibt, dass Gott einen hindurchführt, wenn es wirklich schwer werden sollte. Wir brauchen diese Hoffnung. Für uns selbst und für unsere Mitmenschen. Für unsere Kinder, die ihr Leben noch vor sich haben. Damit es mehr Liebe gibt als Gewalt, mehr Hilfe als Zerstörung und Tod. Darauf hoffe ich. Und mein Glaube hilft mir dabei.

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