Andachten

Andacht

Andacht 26.02.2020

26. Februar 2020 | Udo Worschech

Andacht 26.02.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?

Das Interesse an politischen Fragen und Ergebnissen ist groß, obwohl die Beteiligung an Wahlen relativ gering ist. Und so mancher meint, es besser machen zu können als gewisse Politiker. Das hatte man sich auch von diesem Rabbi aus Nazareth erhofft.
In der Apostelgeschichte fragen die Jünger Jesus kurz vor seinem Abschied: „Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?“ Er sagte zu ihnen: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“ (Apg 1,6–8 EÜ)
Fast seine ganze Umgebung erwartete von Jesus, dass er ein politischer Messias sein und Israel vom römischen Besatzungsjoch befreien würde. Jesus hatte zweifellos auch charismatische Fähigkeiten: Er konnte Menschen begeistern und durch kluge Äußerungen für sich gewinnen. Aber wenn er eine Karriere als Politiker angestrebt hätte, hätte er ganz anders reden müssen, um das gesamte jüdische Volk für sich einzunehmen. Er hätte Kriege führen müssen, aber er forderte zum Frieden auf. Er hätte sich vor dem Teufel niederwerfen müssen, aber er wollte den Willen seines Vaters erfüllen. Er wollte nicht nur beschützen, sondern allen dienen. Er wollte keine Wunden zufügen, sondern sie heilen. Denn so dient man Gott, indem man ihn durch sich wirken lässt und die eigenen Bestrebungen zurückstellt. So führt man zusammen, was in allen Menschen wohnt: das Göttliche, das, was uns alle eint.
Das war der Kern der neuen Botschaft, die Jesus seinen Zeugen ans Herz legte. Denn das wahre Reich, das Reich Gottes, „ist inwendig in euch“, wenn wir Jesus als Erlöser annehmen. Seine Zeugen streben daher auch nicht nach Macht, denn dort lauert die Gefahr, „Schaden an seiner Seele“ zu nehmen. Nein, sie wollen Wege zur Menschlichkeit aufzeigen, die er vorlebte.
Es gibt Politiker, die versuchen, Menschen mit Macht für sich zu gewinnen; Nachfolger Jesu aber wollen die Menschen für das Reich Gottes gewinnen – mit Liebe. Und dazu ist dieser Tag gemacht.

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