Andachten

Andacht

Andacht 27.02.2020

27. Februar 2020 | Martin Grundy

Andacht 27.02.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Singt ihm ein neues Lied und jubelt ihm zu! Schlagt in die Saiten, so gut ihr könnt!

Während des Gottesdienstes wurde bekannt gegeben, dass eine Gospelgruppe aus Ghana zusammen mit zwei anderen Gospelchören am Nachmittag ein Konzert in der Gemeinde veranstalten wolle. Eine Handvoll junger Leute, die zum Chor gehörten, gab daraufhin eine kleine Kostprobe ihres Gesangs. Meine Frau und ich waren davon so angetan, dass wir uns vornahmen, beim Konzert dabei zu sein. Um 16 Uhr schließlich war der Saal voll, doch der Chor probte noch und es wurde erst einmal ein Soundcheck gemacht. Wir wunderten uns zwar, doch ich dachte bei mir: Andere Länder, andere Sitten, und nach einer Stunde kam dann die Ansage: „Alles okay, wir können jetzt beginnen.“ Der musikalische Nachmittag war sehr schön und der Chorleiter aus Afrika berichtete zusätzlich von einem Projekt in seiner Heimat, für das um Spenden gebeten wurde. Die Stimmung während des Konzerts wurde immer lebendiger. Irgendwann standen die Leute auf und bewegten sich zur Musik durch die Reihen.
Insgesamt war alles anders als bei den Konzerten, die wir bisher erlebt hatten. Ich fand es sehr interessant. So feiern also andere Kulturen und loben Gott! In den Tagen darauf beschäftigte ich mich mit der Frage, was und wie denn wohl Gotteslob sein müsste, dass es ihm gefällt. Das kann heute ja durchaus unterschiedlich ausfallen. Wenn die Jugend mit Schlagzeug und E-Gitarre in den Gottesdienst zieht, sind ältere Menschen schnell empört; umgekehrt hat nicht jeder Sinn für Orgel und Choräle. Ich erlebte sowohl stille und besinnliche Gottesdienste als auch lebendige und bewegte. Im Alten Testament steht, dass die Menschen damals Tiere töteten, um sie Gott zu opfern. Wir lesen dann manchmal den Zusatz „und es gefiel Gott“. Ich erinnerte mich an David, die Harfe in der Hand, seine Lieder singend, und fragte mich, wie wohl der Klang einer Orgel auf ihn gewirkt hätte. Ob ihm das zu modern gewesen wäre?
Am Ende gewann die Überzeugung, dass es Gott nicht darauf ankommt, wie wir unsere Gottesdienste gestalten oder mit welchen Instrumenten wir unseren Lobgesang begleiten; wichtig ist, dass das Herz voll dabei ist, wenn wir zu Gott kommen.

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