Andachten

Andacht

Andacht 03.03.2020

03. März 2020 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 03.03.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Jeden Freitagmorgen kaufen wir bei unserem Münchner Bäcker das Brot für die Woche: einen Laib „Sonne“ oder „Spezial“, geschnitten. Am besten schmeckt es frisch mit Butter. Ein Genuss!
Was bedeutet der schlichte Satz „Unser tägliches Brot gib uns heute“? Geht es ums tägliche Butterbrot? Ich habe diese Bitte immer so verstanden, dass Gott mein Existenzminimum sichert und ich auf keinen Fall verhungern muss. In der Bibelübertragung Hoffnung für alle heißt es: „Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen.“
Was brauchen wir denn zum Leben? Essen und Trinken, Wasser und Brot? Jesus fragt uns: „Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken?“ (Mt 6,25 Hfa) Und in Matthäus 4,4 (Hfa) lesen wir: „Es steht in der Heiligen Schrift: ‚Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern von allem, was Gott ihm zusagt!‘“
Es geht also um mehr als ein Stück Brot. Außerdem steht die Bitte nicht im luftleeren Raum, sie ist Teil eines Gebets, des Vaterunsers. Einige Sätze sind bereits vorausgegangen: „Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe.“ (Mt 6,9–10) Wir sprechen mit unserem Vater, der im Himmel wohnt, der allmächtig ist und alles in seiner Hand hält. Vielleicht kommt es weniger auf die Bitte selbst an, als auf den, an den die Bitte gerichtet ist? Geht es nicht eher darum, wen wir bitten als worum, eher um die Frage, wer uns das Leben schenkt als darum, was uns am Leben erhält?
Die Bitte um das tägliche Brot lenkt unseren Blick auf den allmächtigen Gott, der genau weiß, was wir nötig haben, ohne dass wir ihn daran erinnern. Er sichert uns zu, dass er für uns da ist: „Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!“ (Mt 7,11)
Der große und barmherzige Gott braucht den Impuls meines Gebets nicht, aber ich soll mich jeden Tag daran erinnern, dass ich von jedem seiner Worte lebe, dass er es ist, von dem das tägliche Stück Brot und alles, was ich heute zum Leben brauche, kommt: seinen Segen, Menschen, die mich lieben und unterstützen, Energie und Gelingen für meine Arbeit, gute Begegnungen und göttliche Barmherzigkeit für mich selbst und meine Mitmenschen.
Herr, schenke mir heute das Brot, das von dir kommt, dann habe ich alles, was ich brauche.

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