Andachten

Andacht

Andacht 07.03.2020

07. März 2020 | Armin Richter

Ein kleines rosa Herz liegt auf einem Holzschneidebrett.

Bildnachweis: madochab / photocase.de

[Die Liebe] sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern … Die Liebe höret nimmer auf.

Der kleine Egon hatte einen klugen Opa. Er konnte ihn fragen, was er wollte, Opa wusste immer eine Antwort. Opa hatte immer recht. Eines Tages wollte Egon seinen Opa testen: Er nahm den Wellensittich des Opas in seine Hand und hielt ihn hinter seinem Rücken. Nun ging er zu Opa und fragte ihn: „Opa, in meiner Hand ist dein Wellensittich. Lebt er oder lebt er nicht?“ Wenn Opa gesagt hätte, er lebt, hätte er schnell zugedrückt und den Vogel getötet. Wenn Opa gesagt hätte, er ist leider tot, wäre es falsch gewesen. Die Antwort des Opas lautete: „Du weißt es.“
Kinder fragen noch sehr viel. Fragen entstehen aus verschiedenen Motiven. Es gibt Wissensfragen, rhetorische Fragen und auch Kontrollfragen. Fragen können aufbauen oder niedermachen, sie können den anderen annehmen oder auch ablehnen. Generell sind Fragen wichtig für uns.
In der Bibel finden wir zahlreiche Fragen. In Hiob 38 und 39 gibt es zwei Kapitel voller Fragen. Die erste Frage der Bibel war problematisch. Satan fragte Eva: „Sollte Gott gesagt haben …?“ Es wurden Zweifel gesät. Aber Gottes erste Frage war fantastisch: „Adam, wo bist du?“ Die Fragestellung offenbart, dass er am anderen interessiert ist.
Ich stelle drei Hypothesen auf, über die diskutiert werden kann:
1. Wer fragt, ist am anderen interessiert. Wenn jemand keine Fragen stellt, ist ihm der andere meistens egal. Wirst du genug gefragt?
2. Wer fragt, öffnet sich selbst für den anderen. Wer keine Fragen stellt, möchte meistens in Ruhe gelassen werden. Fragst du genug?
3. Fragen zu stellen ist wichtiger, als sich zu erklären. So jemand stellt sich meistens – manchmal auch unbewusst – zu sehr in den Mittelpunkt, statt dem anderen zuzuhören und Raum zu geben.
Ich möchte Gott bitten, uns immer wieder seine Liebe in unser Herz zu geben, damit wir anderen Fragen stellen und dadurch zeigen, dass wir sie wertschätzen und uns für ihre Fragen, Sorgen, sprich ihr Leben interessieren. Wir alle brauchen das!

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