Andachten

Andacht

Andacht 11.03.2020

11. März 2020 | Wilfried Ninow†

Andacht 11.03.2020

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

In der Zeitung Trierischer Volksfreund erschien eine ungewöhnliche Traueranzeige. Der Verstorbene bekannte sich unter anderem als Atheist und verbot jegliche christlichen Symbole bei der Trauerfeier. Außerdem bemerkte er zum Schluss: „Den anderen fünf Kindern meiner Eltern und deren Partnern und Nachkommen verbiete ich die Teilnahme an dieser Feier. Ihr seid alle ausgeladen!“ Als Außenstehender weiß man nicht, was in dieser Familie vorfiel. Aber dass etwas vorlag, ist gewiss.
Es kommt nicht allzu selten vor, dass es in Familien und Freundschaften zu Unstimmigkeiten, Problemen und zum Streit kommt, der für alle Beteiligten sehr belastend sein kann. Ebenso kann es Kirchengemeinden betreffen. Ein ganzes Gemeindeklima kann dadurch vergiftet werden. Nun zeigt der heutige Bibeltext einen Weg aus dieser Belastung. Die Lösungsworte heißen „ertragen“ und „vergeben“.
Es handelt sich hier nicht um ein passives Erdulden, Erleiden oder um ein Wegducken. Es geht um aktives Handeln. Ich will, dass die Probleme gelöst und aus der Welt geschafft werden. Dafür bin ich auch bereit, etwas zu ertragen und auszuhalten. Und ich bin bereit, nicht kleinlich zu sein.
Außerdem geht es ums Vergeben. Nicht wenigen Menschen fällt es schwer, sich zu entschuldigen und um Vergebung zu bitten. Mancher sieht das wie eine Erniedrigung an. Das ist es ganz und gar nicht. Wer es nicht schafft, einem anderen zu vergeben, zerstört die Brücke, über die er selbst einmal gehen muss. Bei der Frage der Vergebung will ich daran denken, dass mir zuerst vergeben wurde, nämlich durch Jesus Christus. Was für ein Recht habe ich, meinem Bruder oder meiner Schwester keine Vergebung zuzusprechen?
Gegebene und erfahrene Vergebung ändert augenblicklich das Klima zwischen zwei Menschen oder das einer Gemeinschaft. Diese Erfahrung führt mich an die Wurzeln meiner christlichen Existenz. Hier komme ich meinem Gott und Heiland ganz nahe.


Wo Christus wirklich gegenwärtig ist, da gibt es keine Sieger und Besiegte, sondern nur noch Versöhnte.“ Gertrud von le Fort

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