Andachten

Andacht

Andacht 18.03.2020

18. März 2020 | Sylvia Renz

Andacht 18.03.2020

Bildnachweis: heckenschwein / photocase.de

Der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt.

Ein Kleiderschrank ist ein gutes Versteck. Das haben wir als Kinder beim Spielen oft ausprobiert. Ich erinnere mich noch an den Geruch von Mottenkugeln im Schrank meiner Lieblingstante. Aber auch Erwachsene suchen manchmal Zuflucht im Schrank. Vor einiger Zeit stöberte die Polizei in Scharbeutz einen betrunkenen Autofahrer in seinem heimischen Kleiderschrank auf. Er hatte nach einem Unfall sein zerstörtes Auto zurückgelassen, war nach Hause gerannt und hatte sich zwischen Hemden und Hosen verkrochen. Auch für einen 42-jährigen Straftäter bot der Kleiderschrank einer Bekannten in Babenhausen keinen nachhaltigen Schutz. Als die Polizei die Wohnung durchsuchte, entdeckte sie den Mann, der per Haftbefehl gesucht wurde. Er verließ den Schrank in Handschellen.
Der Autor der Sprüche weist ausdrücklich darauf hin, dass jemand, der beschirmt werden will, auch „gerecht“ sein muss. Die Bibel versteht dieses Wort umfassender als wir im heutigen Sprachgebrauch. Wir denken dabei meist nur an Fairness, gerechte Behandlung, Unbestechlichkeit. In den Augen Gottes „gerecht“ zu sein heißt aber viel mehr. Die Übersetzung Hoffnung für alle formuliert hier: „Wer das Rechte tut, findet bei ihm [Gott] sichere Zuflucht.“ Was aber, wenn ich etwas verpatzt habe? Ich tue leider nicht immer nur Gutes. Und manchmal bringt mich mein Versagen, mein Fehlverhalten in die Bredouille. Darf ich Gott in solchen Notlagen trotzdem um Hilfe bitten?
Die Bibel erzählt von vielen Begebenheiten, in denen gläubige Menschen falsche Entscheidungen trafen. Mit den Folgen konfrontiert, schrien sie zu Gott und baten um Rettung. Und Gott half und zog sein „Kind“ aus dieser Falle heraus, ohne vorher eine langatmige Standpauke zu halten und den armen Sünder zur Besserung anzuhalten. Das Wunder der Guten Nachricht lautet: Sobald wir Gott um Verzeihung bitten, vergibt er uns und „reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (1 Joh 1,9). In seinen Augen bin ich nun eine „Gerechte“. Allerdings behält Gott sich vor, nicht immer als Feuerwehr zu agieren. Manchmal muss ich die Suppe auslöffeln, die ich mir eingebrockt habe. Und manchmal wird auch der Gerechte nicht beschützt, sondern leidet oder verliert sein Leben. Die Antwort auf das Warum wird uns Gott eines Tages geben.

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