Andachten

Andacht

Andacht 29.03.2020

29. März 2020 | Chantal J. Klingbeil

Ein einzelner zarter grüner Grashalm vor grünem Hintergrund.

Bildnachweis: judigrafie / photocase.de

Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.

Das Haus war einfach weg! Ich konnte nicht glauben, was ich da gerade sah – oder vielmehr nicht mehr sah. Das Haus war einfach verschwunden. Mein Mann und ich hatten das weiße Haus an unserer Laufroute fast jeden Sonntagmorgen gesehen. Es war klein und renovierungsbedürftig. Als wir dann nach einer Reise eines Sonntags wieder auf unserer Runde unterwegs waren, merkten wir, dass es plötzlich weg war. Alles, was noch übrig geblieben war, war die asphaltierte Einfahrt und der typisch amerikanische frei stehende Briefkasten. Die Abbruchmannschaft hatte ganze Arbeit geleistet. Innerhalb weniger Wochen wuchs Gras an der Stelle, an der früher das kleine weiße Haus gestanden hatte.
Irgendwie war ich traurig. Ich dachte an die Menschen, die schwer gearbeitet hatten, um dieses Haus zu bezahlen. Ich dachte an die Zeit, die sie investiert hatten, um den Rasen zu mähen oder die heruntergerutschte Dachrinne zu reparieren. Wie oft hatten sie innen neu gestrichen? Ob sie manchmal schlaflos in ihren Betten gelegen und sich Sorgen gemacht hatten, wie denn die Hausrate in diesem Monat bezahlt werden sollte? Nach vielen Jahrzehnten der Investition von Zeit und Geld – was war übrig geblieben?
Vielleicht macht mich der Gedanke an das kleine weiße Haus deshalb traurig, weil ich mich oft mit ihm und seinen Bewohnern identifiziere. Ich arbeite, mache mir Sorgen, investiere Zeit und Energie und frage mich dann manchmal, was denn eigentlich davon bleibt. Ich wünsche mir, dass es mehr ist als nur ein Flecken Gras, eine asphaltierte Einfahrt und ein Briefkasten.
Heute ist ein guter Tag, um über das, was in meinem Leben wirklich zählt und Bestand hat, nachzudenken. Investiere ich in die Ewigkeit? Hat das, was ich heute plane und tue, wirklich Ewigkeitswert? Sammle ich mir Schätze im Himmel, indem ich in die Menschen um mich herum investiere?
Ich weiß, dass Häuser – selbst die bestgebauten, ökologisch konstruierten – irgendwann kaputtgehen. Blätter verwelken und Gras verdorrt in der heißen Sonne. Es gibt so viele Dinge auf der Welt, die vergänglich sind, doch eines ist es nicht: Gottes Wort bleibt ewiglich bestehen. Darauf kann ich mich auch heute felsenfest verlassen.

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