Andachten

Andacht

Andacht 08.04.2020

08. April 2020 | Manfred Böttcher

Andacht 08.04.2020

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Jesus aber, der gerade im Tempel lehrte, rief mit lauter Stimme: „Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme?“ Johannes 7,28

Als Jesus im Tempel lehrte, fragten sich einige Zuhörer: „Ist er der verheißene Messias?“ Andere widersprachen heftig: „Wir kennen ihn: In Nazareth ist er zu Hause.“ Daraufhin sagte er zu ihnen: „Wisst ihr wirklich, wer ich bin und woher ich komme?“ Jesus erklärte seine Identität so: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.“ (Joh 3,16 GNB) Der Apostel Petrus verkündete: „Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten.“ (Apg 4,12 GNB) Gottes Sohn wurde um unseretwillen Mensch. Er wird wiederkommen zur Errettung derer, die ihm vertrauten. Die geschichtliche Existenz Jesu stellen selbst Nichtchristen kaum infrage. Vielen gilt er aber nur als ein Religionsstifter, andere wiederum bewundern ihn als Vorkämpfer sozialer Ideen.
Entscheidend ist jedoch: Bejahst du ihn als Sohn Gottes, in dem allein das Heil zu finden ist? Muss sich nicht auch jeder selbst die Frage stellen: Wer bin ich? Sie betrifft meine ganz persönliche Identität. Diese beginnt, wenn ein Kind anfängt, „Nein“ oder „Ich will aber!“ zu sagen. Die eigene Identität wird geformt durch Schule, Beruf, Ehe und Familie. Töricht ist derjenige, der seine Identität mithilfe der Höhe seines Einkommens oder seines akademischen Grads definiert.
Für gläubige Menschen gibt es jedoch eine verliehene, unsichtbare Identität, die nur Gott schenkt: „Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!“ (1 Joh 3,1 GNB)
Diese durch Jesus Christus verliehene Identität wird für uns existenziell wichtig in Lebenskrisen, im Alter, bei schwerer Krankheit, wenn wir nicht mehr beten können, uns Zweifel beschleichen, wir nicht mehr glauben können. Selbst wer unter den Folgen von Demenz leidet, darf gewiss sein: Bis zuletzt hast du die von Gott verliehene Identität. Du bist und bleibst ein Kind Gottes! Für diese bleibende Identität kannst du schon heute dankbar sein.

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