Andachten

Andacht

Andacht 10.04.2020

10. April 2020 | Daniel Wildemann

Andacht 10.04.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Berühmte letzte Worte. Diesen Psalm betete Jesus am Kreuz, kurz bevor er starb. Nach einem zermürbenden Kampf, der ihm körperlich und seelisch das Schlimmste abverlangte, blieb Jesus noch klar genug, sich in diesem Moment Gott anzuvertrauen. Dann „verschied er“ (Lk 23,46).
Jesus wusste, diese Welt, dieses Leben sind nicht alles. Es gibt ein Davor und ein Danach, und beides ist in den Händen Gottes aufbewahrt. Sein Geist kam von Gott und kehrte auch wieder „zu Gott, der ihn gegeben hat“ (Pred 12,7).
Damit ist auch zugleich gesagt, dass diese Welt, dieses Sterben hier auf der Erde nicht alles ist. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Er ist zwar stark, aber nicht allmächtig. Gott hat ihm eine Grenze gesetzt. Der Tod wird einmal „nicht mehr sein“ (Offb 21,4). (vgl. Off 20,14) Und zwar gerade durch diesen Sieg von Jesus Christus am Kreuz. „Den hat Gott auferweckt und hat ihn befreit aus den Wehen des Todes, denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.“ (Apg 2,24)
Ich hörte von einem Mann, der dieses Gebet jeden Morgen nach dem Aufwachen betete. Der Schlaf war ihm wie eine Pause vom Leben, ein Zustand des Totseins, aus dem er wie durch ein Wunder immer wieder von Neuem erwachte. Auferstehung. Es war für ihn nicht etwa eine ausgemachte Sache. Es hätte anders kommen können. Geschah es aber, dass er am Morgen seine Augen wieder auftat, so war sein erster Gedanke: Gott, der du über meinen Schlaf, mein Totsein wachtest, mich zu diesem neuen Tag auferwecktest – in deine Hände befehle ich heute meinen Geist! Du hast mich erlöst. Bei dir sollen mein Denken und Fühlen aufgehoben sein. Erlöse mir diesen Tag. Amen.
Ein schöner Gedanke: Den neuen Tag bewusst in die Hände Gottes zu legen und dort zu belassen. Der Tag ist schon erlöst. Wie häufig nehme ich ihn, spätestens ab Arbeitsbeginn oder in die Stadt gehe eilends wieder an mich? Lass mich mal! Ich weiß, wie das geht. Es gibt aber auch Gedankenlosigkeiten, Aufregungen, mediale Traumfänger und dergleichen, die mich ablenken. Mein Geist soll bei Gott sein.
Was also wird meinem Denken und Fühlen heute begegnen? Wohin befehle ich meinen Geist? Es gibt zwei geöffnete Hände, die ihn in Empfang nehmen.

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