Andachten

Andacht

Andacht 12.04.2020

12. April 2020 | Claudia Mohr

Andacht 12.04.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

Ein Besuch auf der Jugendfarm mit unserer knapp Zweijährigen. Wir stehen vor dem Gehege mit den Ziegen und wollen die Tiere füttern. Vorsichtig steckt die Kleine etwas Gras durch die Holzbalken. Doch plötzlich schiebt die Ziege ihre gedrehten Hörner unter den Balken hindurch, hakt blitzschnell ein Horn in die Kniekehle des Kindes und zieht daran. Das Mädchen fällt um und fängt an, laut zu schreien. Es gelingt mir, beide zu entwirren und das Kind zu trösten. Was bleibt, sind ein großer Schreck mit blauem Fleck und die Erkenntnis: So ein fieses Tier!
Ganz anders sind doch die Schafe! Die laufen frei auf dem Gelände herum und lassen sich sogar an der Leine spazieren führen. Was für ein Unterschied!
Nicht umsonst nutzt die Bibel das Schaf als Bild für Jesus. Für mehr als 1.000 Jahre stand das Lamm im Zentrum des jüdischen Kultes. Zweimal am Tag wurde ein Lamm als Brandopfer im Heiligtum dargebracht. Und gerade der Jünger Johannes nimmt immer wieder in seinen Schriften darauf Bezug.
Im Johannesevangelium können wir lesen, wie Johannes der Täufer zweimal von Jesus als dem Lamm Gottes spricht. Hier wird Jesus als das Lamm dargestellt, das der Welt Sünde trägt. Jedem Juden war dieses Bild sofort klar. Deutlicher konnte man damals nicht sagen, welche Rolle Jesus im großen Erlösungsplan innehat. In der Offenbarung schreibt der Jünger Johannes 28 Mal über das Lamm. Zunächst wird es in Kapitel 5 erwähnt. Dort steht es vor dem Thron Gottes und ist würdig, das Buch mit den sieben Siegeln zu öffnen. Johannes bleibt dem Symbol des Lammes im ganzen Buch treu. Was für ein Kontrast zu den anderen Tieren, die da im weiteren Verlauf beschrieben werden! Die entstammen eher kindlichen Albträumen und sind wahre Monster. Das Lamm aber steht inmitten des Tumultes: verletzlich, geduldig und fügsam. Immer wieder und mit steigender Häufigkeit erwähnt Johannes das Lamm – in den letzten Kapiteln 21 und 22 allein siebenmal. Es ist, als wolle er damit sagen: „Hab keine Angst! Jesus ist da! Was auch immer geschehen mag, Jesus hat dich erlöst! Er hat deine Sünden getilgt und nichts kann dich aus seiner Hand reißen.“
Wenn wir also heute unser Osterlamm essen, und sei es auch nur aus Schokolade, so können wir uns daran erinnern: Jesus ist das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt. Das ist gewiss!

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