Andachten

Andacht

Andacht 15.04.2020

15. April 2020 | Günter Schlicke

Andacht 15.04.2020

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Auch euch, die ihr einst Fremde wart und feindlich gesinnt in bösen Werken, hat er nun versöhnt durch seinen sterblichen Leib, durch seinen Tod, auf dass er euch heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle; wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest ...

Ein Seelsorger sollte zu Ostern in einem Gefängnis eine Andacht halten. Seine Hände zitterten, sein Körper bebte und Schweiß stand ihm auf der Stirn, als er den Raum betrat, in dem sich die Männer versammelt hatten. Während er langsam nach vorne ging und überlegte, was er den Männern sagen sollte, musterten ihn diese mit eisigen Blicken und finsteren Mienen. Plötzlich stolperte er und fiel der Länge nach auf den Boden. Verhalten kicherten einige und andere freuten sich hämisch. Er erhob sich und schritt aufrecht zum Pult, drehte sich um und begann seine Andacht mit den Worten: „Meine Herren, was mir soeben passiert ist, haben Sie auch erlebt. Sie sind mit dem Gesetz in Konflikt geraten und gefallen. Das ist tragisch. Noch tragischer aber ist es, wenn Sie liegen bleiben und nicht wieder aufstehen ... “ Aufmerksam lauschten die Gefangenen der Botschaft vom Tod und der Auferstehung von Jesus.
Paulus verkündigte den Kolossern die gleiche Botschaft und sie glaubten daran. Sie wurden getauft und waren als Versöhnte „nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“ (Eph 2,19). Ihr Leben hatte eine neue Richtung bekommen und Gott wollte sie „heilig und makellos und untadelig vor sein Angesicht stelle[n]“, wenn sie auf diesem Weg blieben.
Wir können heute dasselbe erleben, wenn wir erkennen und zugeben, dass wir vor Gott schuldig sind (vgl. 1 Joh 1,8–9) – egal, ob wir „im Knast gelandet“ oder als „unbescholtene Bürger“ nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Gott vergibt jedem, der es ehrlich und ernst meint, und nimmt ihn in seine Familie auf. Durch den Heiligen Geist schenkt er die Kraft zu einem Leben, das seinem Willen entspricht. Indem wir täglich die Verbindung zu Jesus halten, werden wir zu reifen und mündigen Christen. Als Versöhnte sind wir dann gerufen, andere einzuladen, mit uns diesen Weg zu gehen – nicht nur zu Ostern.

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