Andachten

Andacht

Andacht 17.04.2020

17. April 2020 | Nicole Günther

Andacht 17.04.2020

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Darauf spuckten einige von ihnen Jesus an, verbanden ihm die Augen und schlugen mit den Fäusten auf ihn ein. „Na, du Prophet“, verhöhnten sie ihn, „sag uns, wer hat dich geschlagen?“ Auch die Diener des Hohenpriesters, die Jesus abführten, schlugen ihn.

Stell dir bitte einmal die folgende Situation vor: Du gehst nichts ahnend und friedliebend die Straße entlang und dann geschieht es: Eine fremde Person, die dir noch nie zuvor in deinem Leben begegnete, spuckt dir plötzlich mitten ins Gesicht. Ich vermute, dass du in dem Moment angewidert wärst und dich sehr ekeln würdest. Vor vielen Jahren passiert genau dies einem türkischstämmigen Schulfreund von mir. Nach zwei Freistunden schlenderten wir lustlos zur Schule zurück, als jemand an uns vorbeiging und ich plötzlich nicht mehr wusste, was geschah. Mein Freund schmiss seine Schultasche auf den Bürgersteig und ging auf den anderen Jugendlichen los. Fäuste und harte Worte flogen und ich hörte heraus, dass der Fremde ihm grundlos ins Gesicht gespuckt hatte. Später sagte mir der Freund, dass er das Anspucken als dermaßen herabwürdigend und demütigend empfunden hatte, dass er nur noch rotsah.
Zu Jesu Zeiten brachte man im Orient seine Verachtung einer verhassten Person gegenüber ebenfalls mit Anspucken zum Ausdruck. Auch Jesus musste diese schmachvolle Verachtung miterleben. Die Menschen quälten und bespuckten ihn öffentlich. Ist es nicht unglaublich, was Jesus hier ertrug? Zumal er dies alles nicht hätte über sich ergehen lassen müssen. Jederzeit hätte er all dem in seiner Allmacht ein Ende bereiten können. Aber Jesus wurde aus seiner tiefen Liebe zur Menschheit, seiner Liebe zu dir und mir dazu angetrieben, die Momente der Verachtung, der Demütigungen und Schmerzen auszuhalten. Die Motivation des Königs aller Himmel ist mit menschlichem Verstand nicht zu begreifen. Dass der König aller Könige seinen herrlichen Thron gegen den Dreck dieser Welt tauschte, basiert auf seiner unendlichen selbstlosen Liebe. Eine Liebe, die wir nicht ermessen können. Alles, was wir tun können, ist das unglaubliche Geschenk dieser unverdienten Gnade und Gottes unfassbarer Liebe anzunehmen und es nicht nur für uns zu behalten, sondern diese Liebe in unsere Welt zu tragen und sie weiter zu schenken.

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