Andachten

Andacht

Andacht 20.04.2020

20. April 2020 | Eberhard Schulze

Andacht 20.04.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Gott aber erschien dem Aramäer Laban in der Nacht im Traum und sagte zu ihm: „Hüte dich, mit Jakob anders als freundlich zu reden!“

Jakob hatte bei seinem Onkel Zuflucht suchen müssen, weil er aufgrund von eigener Schuld von seinem Bruder mit dem Tode bedroht wurde. Zwanzig Jahre diente er dort, heiratete zwei Frauen und erwarb viel Vieh. Er hatte Kinder, Knechte und Mägde, doch dann kam der Zeitpunkt, zu dem die einigermaßen gütliche Familiensituation in ein bitteres Verhältnis umschlug.
Gott griff ein und befahl Jakob, in sein Herkunftsland zurückzukehren, und so geschah es. Es lag wohl in der Familie, einen Charakter zu haben, der auf „Gewinnoptimierung“ auf Kosten anderer ausgelegt war. Bei Laban und Jakob spielte die List eine große Rolle. So hatten sich viele Unstimmigkeiten aufgetürmt, die sich die beiden gegenseitig vorwarfen. Laban klagte: „Was hast du getan, dass du mich getäuscht hast und hast meine Töchter entführt, als wenn sie im Krieg gefangen wären? Warum bist du heimlich geflohen und hast mich hintergangen und hast mir’s nicht angesagt … Nun, du hast töricht getan. Ich hätte wohl so viel Macht, dass ich euch Böses antun könnte.“ (V. 26–29) Jakob klagte dagegen: „Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen haben keine Fehlgeburt gehabt; die Widder deiner Herde hab ich nie gegessen; was die wilden Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es ersetzen. … So habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Töchter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal verändert.“ (V. 38–41) Laban und Jakob versöhnten sich und Jakob zog mit seiner Familie und den Herden weiter.
Freundlich miteinander zu reden sollte für uns ein Grundsatz sein. Denn so wirkte auch Jesus – mit wenigen, berechtigten Ausnahmen. Täglich führen wir ganz unterschiedliche Gespräche und oft resignieren wir im Umgang mit anderen Menschen. Sicher sollten wir manchmal mutiger sein, Unstimmigkeiten und Probleme direkt anzusprechen. Kranken unsere Gesellschaft und die Menschheit doch an Ignoranz und Verbitterung, weil vieles unausgesprochen bleibt. Es bleibt eine Herausforderung, schwierige Themen konstruktiv anzusprechen, doch gute Gespräche sind gewinnbringend und dienen dem Frieden.

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