Andachten

Andacht

Andacht 21.04.2020

21. April 2020 | Joachim Hildebrandt

Andacht 21.04.2020

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder.

Eines Tages forderte ein Professor seinen Kurs zu einem Überraschungstest auf. Er gab jedem Studenten ein weißes Blatt mit nur einem schwarzen Punkt in der Mitte. „Ich möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“ Die Studenten waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit. Am Ende der Stunde las der Professor die Antworten laut vor. Alle Studenten hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier und so weiter. Niemand hatte etwas über den großen weißen Teil des Papiers geschrieben. Der Professor sagte: „Das Gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer nur auf die dunklen Flecken.“
Diese Geschichte machte mich sehr nachdenklich. Habe ich auch zu oft meinen Blick nur auf die dunklen Flecken gerichtet, in meinem Leben und in dem meiner Schwestern und Brüder? So erging es auch Martin Luther, weil die damalige Kirche ständig nur auf die Sündhaftigkeit und Verlorenheit der Gläubigen und auf den strafenden Gott hinwies.
Paulus sagte dazu: „Wenn ich Gutes tun will, tue ich es nicht. Und wenn ich versuche, das Böse zu vermeiden, tue ich es doch. Was bin ich doch für ein elender Mensch!“ (Röm 7,19.24 NLB) Er blieb jedoch beim Sündersein nicht stehen. In Römer 8 beschrieb er, dass das Evangelium „die Kraft Gottes [ist], die jeden rettet, der glaubt“ (Röm 1,16 NLB). Gottes Wort zeigt uns nicht nur unsere Verlorenheit nach dem Gesetz, sondern auch unsere Rettung durch das Evangelium. Das Gesetz klagt uns an und macht uns verzagt, doch im Evangelium spricht Gott jedem, der an Christus glaubt, die Erlösung zu. Gott hat uns gerecht gesprochen (Röm 3,24). Wir sind Gottes Kinder. Deshalb müssen wir nicht ständig ängstlich auf die schwarzen Flecken in unserem Leben starren. Wir dürfen vielmehr jeden Tag frohen Herzens Gott danken, dass Christus unsere Sünden am Kreuz ausgelöscht hat und dass Gott uns seine Gerechtigkeit und damit die Gewissheit der Erlösung geschenkt hat.

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