Andachten

Andacht

Andacht 22.04.2020

22. April 2020 | Thomas Lobitz

Andacht 22.04.2020

Bildnachweis: cydonna / photocase.de

Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Die ersten Christen erwarteten, dass Jesus sehr bald – noch zu ihren Lebzeiten – wiederkommen würde. Manche gingen deshalb keiner geregelten Arbeit mehr nach. Sie erinnerten sich vielleicht an die Worte der Engel an die Jünger unmittelbar nach der Himmelfahrt Christi: „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ (Apg 1,11) Und sie folgerten: Das könnte vielleicht schon morgen passieren. Petrus versuchte, solchen Tendenzen entgegenzuwirken: Das dritte Kapitel seines zweiten Briefes ist ein Beispiel für kluges Erwartungsmanagement.
Zum einen relativiert er den Zeitbegriff: Für Gott spielen menschliche Zeitvorstellungen keine Rolle. Seine Uhr tickt anders. Das bedeutet: Vielleicht kommt Jesus später wieder, als wir denken, vielleicht auch früher. Wir sollten uns hier nicht auf ein bestimmtes Zeitfenster festlegen. Zum anderen bezeichnet Petrus diejenigen, die sich nicht um die Wiederkunft Christi kümmern und sich über jene lustig machen, die trotz der langen Wartezeit daran glauben, als „Spötter“ (V. 3). So versucht er einen Mittelweg zu gehen: An der Erwartung der Wiederkunft festhalten, aber daraus keine überstürzten oder gar extremen Schlussfolgerungen ziehen.
Petrus erklärt eine mögliche Verzögerung der Wiederkunft damit, dass „Gott wartet, damit die Menschen gerettet werden“ (V. 15 NLB). Und am Ende rät er den Gläubigen: „Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.“ (V. 18)
So können wir also die Wartezeit bis zur Wiederkunft füllen: Indem wir unser Augenmerk auf die Beziehungspflege zu Jesus richten. Indem wir uns mit seinem Leben beschäftigen, mit dem, was er für uns getan hat und welche Prioritäten er für unser Leben vorgesehen hat. Wir lesen davon in der Bibel, können uns miteinander darüber austauschen und darin bestärken; wir können davon singen, darüber beten – und auch anderen Menschen gern davon erzählen.

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