Andachten

Andacht

Andacht 23.04.2020

23. April 2020 | Wilfried Krause

Andacht 23.04.2020

Bildnachweis: zettberlin / photocase.de

Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest?

Rund 780 Millionen Erwachsene weltweit können es nicht – lesen. Selbst in Deutschland werden siebeneinhalb Millionen zu den Analphabeten gezählt. Zwei Drittel davon sind Menschen, die zwar eine Schule besucht haben und auch Wörter oder kurze Sätze lesen können, aber nicht fähig sind, einen zusammenhängenden Text zu verstehen.
Unser heutiger Bibeltext ist einem Bericht über einen hohen Regierungsbeamten entnommen, der aus einem Land tief in Afrika nach Jerusalem kam, um den Gott der Juden anzubeten. Offen bleibt, ob es ihm als Ausländer gelungen war, die heiligen Hallen des Tempels zu betreten. Allerdings erfahren wir, dass er eine Buchrolle erworben hatte, um mehr über den Glauben zu lernen. Offensichtlich konnte er den griechischen Text fließend lesen. Sein Problem war, dass er nicht verstand, worum es darin wirklich ging.
Um diesen Umstand zu ändern, gab Gott Philippus den Auftrag, sich zügig auf den Weg Richtung Gaza zu machen. Erst als er den Reisewagen einholte und den Mann laut lesen hörte, wusste er, warum ihm Gott diesen ungewöhnlichen Auftrag gegeben hatte. Der Reiseprediger wurde vom Afrikaner eingeladen, sich neben ihn zu setzen, um ihm den Text zu erklären. Philippus erzählte ihm ausführlich von Jesus und seinem Evangelium. Bald brannte in dem Gottsucher der Wunsch, getauft zu werden. Nach seinem Bekenntnis zu Jesus Christus stiegen beide ins Wasser, um die Taufe zu vollziehen.
Meine christliche Vorgeschichte begann auch mit einem Buch. Ein von Haus zu Haus ziehender Buchhändler bot meiner Großmutter vor rund 90 Jahren ein Exemplar mit biblischem Inhalt an. Sie erwarb und las es. Das Gelesene weckte ihr Interesse und irgendwann kam regelmäßig jemand zu Besuch, der ihr die Bibel erklärte. Auch sie ließ sich taufen.
Obwohl das gedruckte Buch mittlerweile starke Konkurrenz bekommen hat, erweist es sich nach wie vor als Wissensvermittler von hohem Wert. Es gibt so viele gute Bücher, die uns bereichern können. Dabei möchte ich das „Buch der Bücher“, die Bibel, nicht außen vor lassen. Je länger ich es lese, desto wertvoller und unverzichtbarer wird es mir. Also, liebe Lesekundigen, bleibt oder werdet eifrige Leser! Bücher können zu besten Freunden werden.

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