Andachten

Andacht

Andacht 27.04.2020

27. April 2020 | Reinhold Paul

Andacht 27.04.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Pilatus sprach zu den Hohepriestern und zum Volk: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.

Welch ein entsetzlicher Widerspruch: Obwohl er als römischer Statthalter mehrfach sagte, dass er keine Schuld an Jesus fände, ließ Pilatus ihn dennoch kreuzigen. Ausgehend von diesem Geschehen frage ich heute: Wer ist schuld am Tod von Jesus?
1. Die einen sagen: Judas ist schuld. Er hat Jesus doch verraten. Jesus hatte ihm vertraut, indem er ihm die gemeinsame Kasse überantwortete. Wollte er ihn damit von seiner Liebe zum Geld heilen? Judas ließ sich nicht heilen. Die 30 Silberlinge waren stärker!
2. Andere sagen: Der Hohepriester Kaiphas und die Juden sind schuld am Tod Jesu. Als man Jesus in seinen Palast gebracht hatte, traten falsche Zeugen gegen ihn auf. Dann fragte er Jesus unter Eid: „Bist du Christus, der Sohn Gottes?“ Als dieser mit „Ja“ antwortete, zerriss Kaiphas empört sein Gewand und rief: „Er hat Gott gelästert! … Er ist des Todes schuldig.“ (Mt 26,65–66)
3. Wieder andere sagen: Pilatus und die Römer sind die Schuldigen. Die Juden hatten damals nicht das Recht zu töten. Darum führten sie ihn vor Pilatus. Dieser war von Jesu Unschuld überzeugt und suchte ihn zu retten, indem er ihnen Barabbas zum Tausch anbot. Doch die Juden lehnten ab und drohten: „Wenn du Jesus freilässt, bist du des Kaisers Freund nicht!“ (s. Joh 19,12) Aus Angst ließ er Jesus kreuzigen.
4. Manchmal hört man auch: Jesus nahm die Schuld für sein Sterben auf sich. Er sagte: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse … Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es.“ (Joh 10,17–18) Heißt das, Jesus ist schuld an seinem eigenen Sterben? Alle anderen sind unschuldig? Gewiss nicht!
Es gibt noch eine 5., die richtige Möglichkeit für die Schuld am Tod Jesu: Wir alle sind schuld daran, denn wir alle sind Sünder. Paul Gerhardt erkannte dies und sang: „Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast.“ (ghs, Nr. 261)
Um uns zu erlösen, gab es keine andere Möglichkeit. Jesus musste für uns sterben, damit wir nicht für immer sterben müssen. Dies tat er aus Liebe zu uns.

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