Andachten

Andacht

Andacht 28.04.2020

28. April 2020 | Roland E. Fischer

Andacht 28.04.2020

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Und sie kamen wieder nach Jerusalem. Und als er im Tempel umherging, kamen zu ihm die Hohenpriester, Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen zu ihm: Aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben, dass du das tust?

Vor Kurzem stellte sich mir die Frage: Wer darf Kopien von Urkunden beglaubigen? Wer ist dazu autorisiert? Oder: Wer darf in Kirchengemeinden predigen? Und wer ist zuständig, hierfür zu bevollmächtigen?
Auch Jesus wurde öfter mit Fragen nach seiner Vollmacht konfrontiert. In der Woche vor dem Passahfest spitzte sich die Lage zu. Jesus war in Jerusalem eingezogen und hatte die Händler aus dem Tempel getrieben. „Aus welcher Vollmacht tust du das?“ Auf die Frage, woher Jesus seine Berechtigung, seine Vollmacht, bezog, gäbe es vier mögliche Antworten:
1. Von (anderen) Menschen. Das war jedoch offensichtlich nicht der Fall: Jesus hatte kein Theologiestudium absolviert, er gehörte keiner Organisation oder Schule an, er war nicht ordiniert und auch nicht demokratisch gewählt. Auf Menschen berief sich Jesus außerdem auch nie.
2. Aus sich selbst heraus. Dies wurde ihm von einigen unterstellt: Er sei ein selbsternannter Prophet oder Heilsbringer, denn solche gab es damals etliche. Aber es war auch klar, dass Jesus ganz anders war – und hätte er dann das sagen und tun können, was er tat?
3. Durch die Macht von unten. Genau das wurde Jesus von seinen Gegnern vorgeworfen: „Er treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen.“ (Mt 12,24) Aber das wäre absurd: Der Teufel kann niemals solche Machtfülle verleihen; außerdem würde er dann gegen sich selbst kämpfen. Jesus weist das zudem an anderer Stelle scharf zurück.
4. Von Gott. Das haben viele – seine Jünger und das Volk – akzeptiert und geglaubt; und das hat Jesus selbst behauptet: Nicht aus mir selbst, sondern von meinem Vater im Himmel. (vgl. Joh 5,19)
In unserer Begebenheit beantwortet Jesus die Frage nach seiner Vollmacht nicht: „So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue.“ (Mk 11,33) Sie stellt sich uns bis heute. Welche Antwort geben wir? Viele haben sie schon gegeben: „Du bist des lebendigen Gottes Sohn!“ (vgl. Mt 16,16)

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