Andachten

Andacht

Andacht 29.04.2020

29. April 2020 | Krimhild Müller

Andacht 29.04.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ganz sicher: Gott ist voller Güte gegenüber Israel, gegenüber all denen, deren Herz frei von Schuld ist.

Asaf, der Schreiber des 73. Psalms, versteht die Welt nicht mehr. Je länger er die Leute um sich herum beobachtet und ihr Verhalten studiert, desto mehr Emotionen und Fragen kommen in ihm auf. Wie kann es sein, dass es Menschen gut geht, die böse reden und lästern (V. 8), und dass solche Menschen für immer glücklich sind und reich werden (V. 12)?
Seit meiner Knochenkrebsdiagnose fällt es mir manchmal schwer zu sehen, wie die Leute sich fröhlich in Restaurants und Cafés unterhalten oder auf Bänken sitzend miteinander plaudern, weil mir wehmütig bewusst wird, dass sie gesund sind, obwohl manche vermutlich eher wenig für ihre Gesundheit tun. Und so kommen mir dann die Worte von Asaf in den Sinn: „Für sie gibt es keine Qualen, gesund und feist ist ihr Leib. Sie sind nicht in Mühsal.“ (V. 4–5) Es ist schwer, in solchen Situationen nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren und einfach im Selbstmitleid zu versinken. Auch Asaf hatte damit Probleme: „Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.“ (V. 2)
Asaf schiebt die Gedanken im Kopf hin und her und denkt ständig darüber nach, „ob ich’s begreifen könnte, aber es war mir zu schwer“ (V. 16). Manche Situationen sind mit unserem Verstand nicht zu erfassen und je länger wir darüber nachdenken, desto mehr drehen wir uns im Kreis. Da gibt es nur eine Lösung: die Blickrichtung ändern und weder auf andere Menschen noch auf sich selbst schauen, sondern auf Gott.
Genau das tat Asaf auch: Er ging in das Heiligtum, wo Gott anwesend war, schüttete sein Herz vor ihm aus und sah die Dinge plötzlich aus einer völlig neuen Perspektive. Deshalb fing er anschließend an, Danklieder zu singen, in die ich gerne mit einstimme: „Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil ... Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN.“ (V. 25–26.28)

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