Andachten

Andacht

Andacht 13.05.2020

13. Mai 2020 | Roland Nickel

Andacht 13.05.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Und Mose sagte zu den Israeliten: „Der Herr hat Bezalel, den Sohn Uris und Enkel Hurs, vom Stamm Juda auserwählt. Er hat ihn mit dem Geist Gottes erfüllt und ihm große Weisheit, Verstand und Können für alle anstehenden Arbeiten gegeben: Bezalel kann Kunstwerke entwerfen und Gegenstände aus Gold, Silber und Bronze schaffen. Er kann Edelsteine schleifen und einfassen und Holz verarbeiten.“

Vor einigen Jahren kaufte ich mir ein abstraktes Bild von einer mir bekannten Künstlerin. Das Bild ist schön, kraftvoll und ausdrucksstark. Es hat Farben, die meine Stimmungen widerspiegeln, und eine Mitte, einen Ruhepunkt, der mich still werden lässt. Was ist es wert? Was sollte ich zahlen? Wir einigten uns schließlich auf einige 100 D-Mark.
Es ist der Wert, den ich für das Bild bezahlte. Manche Leute würden keinen Pfifferling für abstrakte Kunst geben, andere wiederum legen Millionen dafür hin. 22,1 Milliarden Dollar wurden 2016 bei öffentlichen Kunstauktionen weltweit umgesetzt.
Alte Meister, moderne Kunst und Antiquitäten fanden neue Besitzer.
Kunst kann schön sein und wir dürfen uns daran erfreuen. Gott selbst stattete Menschen mit künstlerischen Gaben aus, „kunstreich zu arbeiten in Gold, Silber und Bronze, Edelsteine zu schneiden und einzusetzen“ (V. 32¬–33). Es ist der Schöpfer, der in seiner Schöpfung so kreativ war und Tiere und Pflanzen in ihrer Vielfalt, Schönheit und Farbenpracht erschuf. Das motiviert, unsere künstlerischen Gaben und Fähigkeiten fantasievoll und ideenreich zu gebrauchen, um andere Menschen zu erfreuen und sie zum Lob Gottes einzusetzen.
Allerdings, so ist es immer, wenn es um Gaben geht, die wir Menschen von Gott geschenkt bekommen haben: Man kann sie auch missbrauchen. So sind Künstler nicht nur beteiligt an der filigranen Kunst an der Stiftshütte, sondern auch an der Herstellung von Götzen: „Und alle Goldschmiede stehen beschämt da mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trug und haben kein Leben, sie sind nichts, ein Spottgebilde.“ (Jer 10,14–15)
Wir tun gut daran, unsere Begabungen – auch die künstlerischen – zur Ehre Gottes einzusetzen, denn nur dadurch bekommen sie ewigen Wert.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden