Andachten

Andacht

Andacht 14.05.2020

14. Mai 2020 | Reiner Dürsch

Andacht 14.05.2020

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Ihr dagegen, liebe Freunde, sollt euer Leben auf dem Fundament eures heiligen Glaubens aufbauen. Bleibt im Gebet und lasst euch darin vom Heiligen Geist leiten.

Gerne erinnere ich mich an den Anruf einer älteren Glaubensschwester, die mich einmal bat: „Kannst du vorbeikommen und mir beten helfen?“ Da mir die Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit ihres Anliegens sofort einleuchtete, zögerte ich nicht und besuchte sie kurz darauf, da sie nur zehn Autominuten entfernt wohnte.
Sie erzählte von ihrem geliebten Mann und davon, wie sehr sich seine Krankheit zugespitzt hatte. Inzwischen war der gesamte Bauchraum entzündet. Die Krankenhausärzte hatten kaum noch Hoffnung auf Besserung. So beteten wir bedrückt, aber auch getragen von der Gewissheit, dass Gott nichts unmöglich ist. Ich weiß noch genau, dass wir von der Gegenwart Gottes berührt waren. Hatte Jesus doch zugesagt, dass Menschen vom Vater im Himmel erhalten werden, wofür sie gemeinsam bitten. Und: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,19–20)
Bei unserer Gebetsgemeinschaft war mir von Anfang an klar, dass ich hier keine Bibelstunde über das Gebet halten brauchte. Auch sprachen wir nicht darüber, worauf man beim Beten achten sollte. Wir knieten uns einfach zum Gebet hin.
Beten ist Herzenssache. Da betet gewissermaßen das Herz, nicht der Kopf, mit wohlformulierten Worten. Christen erfahren immer wieder, wie sie gerade beim freien Beten geführt werden. Da kommen sonnenklare Gedanken, gepaart mit Überzeugungskraft, eine Freude und Hingabe, die total begeistern. Eine außenstehende Person, die mithört, wird eigenartig berührt und fragt sich: Wie kann man so beten, voller Kraft? Von meinem Bibelverständnis her stelle ich mir vor: Der Mensch denkt und vertraut, der Heilige Geist betet in uns mit und sendet die Bitte ab. Wie hatte ich mich damals gefreut und Gott gedankt, als ich von meiner Glaubensschwester gute Neuigkeiten erfuhr. Als wir beteten, hatte Gott gehandelt und eine Wende herbeigeführt. Schon kurz darauf war der geplagte Patient auf dem Weg der Genesung. Auch heute dürfen wir erleben, wie uns der Heilige Geist beim Beten unterstützt.

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