Andachten

Andacht

Andacht 24.05.2020

24. Mai 2020 | Jasmin Stanoschefsky

Andacht 24.05.2020

Bildnachweis: heckenschwein / photocase.de

Denn Gott, der HERR, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns wie ein Schild. Er schenkt uns seine Liebe und verleiht uns hohes Ansehen. Wer ihm rückhaltlos ergeben ist, den lässt er nie zu kurz kommen.

Erst kürzlich unterhielten mein Mann und ich uns darüber, warum es uns manchmal so schwerfällt, wirklich alles in Gottes Hand zu legen: Zeit, Geld, Wünsche, Planungen, Sehnsüchte ...
Schnell kamen wir zum eigentlichen Kernproblem der ganzen Sache: unserem Gottesbild. Denn wenn wir Angst haben, selbst zu kurz zu kommen, nur weil wir Gott alles bedingungslos überlassen, dann unterstellen wir ihm indirekt, es nicht wirklich gut mit uns zu meinen. Dann dichten wir ihm an, dass er uns von anderen ausnutzen lässt und tatenlos dabei zusieht, wie wir „ausbluten“, während wir uns für andere aufopfern.
So beschlossen wir, es einmal auszuprobieren. Wir nahmen uns vor, mutig und entschlossen zu sein und Gott wirklich alles zu übergeben, bedingungslos: unser Geld, unsere Zeit, einfach alles. Ich fühlte mich fast schon wie eine Märtyrerin, als ich am Abend ins Bett kroch. Egal, was er sich am nächsten Tag von mir wünschen würde – meine Hand würde offen sein, das machte ich in meinem Herzen fest. Meinem Mann hingegen war das Lächeln vergangen, als Finanzminister des Hauses war ihm nicht ganz wohl bei der Sache. Was, wenn der morgige Tag ein großes Loch in unsere Kasse reißen würde?
Frühmorgens wurde ich vom Klingeln an der Tür geweckt. Durch den Spion sah ich, dass es die syrische Flüchtlingsfamilie mit fünf Kindern war, um die wir uns gelegentlich kümmern. „Ach du Schreck“, dachte ich. Das passiert also, wenn du Zeit und Geld in Gottes Hand legst! Wer weiß, was da jetzt auf uns zukommt!
Als ich die Tür öffnete, traute ich jedoch meinen Augen kaum: Geschenke über Geschenke, angefangen von riesigen Körben mit Obst und Pralinen über Blumen und vieles mehr. Der ganze Flur stand voll. Sogar eine große Platte mit heißem, duftenden Safranreis war dabei sowie ein knusprig gebratener Fisch, liebevoll dekoriert mit Zitronen- und Gurkenscheiben. Mir traten die Tränen in die Augen und ich schämte mich so sehr. Denn genau das passiert, wenn wir Gott alles übergeben: Wir selber sind die eigentlichen Beschenkten!

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