Andachten

Andacht

Andacht 31.05.2020

31. Mai 2020 | Heike Steinebach

Andacht 31.05.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ist’s nicht so: Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.

Wie bin ich, wenn ich fromm bin? Im Duden wird erklärt, dass jene Menschen fromm sind, die an Gott glauben und ihm vertrauen. Aber fromm sind auch die Menschen, die rechtschaffen sind. Was ist das denn schon wieder? Auch da gibt der Duden eine verständliche Antwort: Rechtschaffene Menschen sind ehrlich und anständig.
Gott sprach die obigen Worte zu Kain, als dieser, zerfressen von Eifersucht, böse Gedanken über seinen Bruder hatte.
Ich kann mich gut in Kains Lage versetzen. Wenn ich mich von jemandem erniedrigt fühle, dann kreisen Gedanken in meinem Kopf, die nicht immer anständig sind. Und auch meine Ideen, wie ich mich wieder auf eine angesehene Position bringen kann, sind dann oft von anderen Werten als Ehrlichkeit bestimmt. Wenn ich nun mit meinem Hund Gassi gehe, laufe ich mit gesenktem Kopf durch die Gegend und habe keinen Blick für die Schönheit der Natur oder die Menschen, die mir begegnen.
Wie gut, dass ich mir angewöhnt habe, beim Gassi gehen mit Gott zu sprechen. Der Blick zu ihm lässt mich meinen Kopf heben und ich stehe, wie damals Kain, vor der Entscheidung: Möchte ich fromm sein und Gott die Situation vertrauensvoll übergeben oder entscheide ich mich für meine eigenen Lösungen?
Ich spüre, wie die sündigen Gedanken nach mir greifen. Wie sie versuchen, mich hinunterzuziehen, Rechtfertigungen zu finden, mein Ego anzusprechen, und mich beherrschen wollen.
„Du aber herrsche über sie!“ Was für eine Aufforderung Gottes an mich! Er gibt mir zu verstehen, dass ich der Sünde nicht machtlos ausgeliefert bin, sondern macht mich sogar zur Herrscherin der Sünde. Sie ist dank meiner Verbindung zu Gott nicht stärker als ich!
Wenn ich ehrlich und anständig in einer vertrauensvollen, lebendigen Beziehung zu Gott lebe, dann kann ich frei meinen Kopf heben und die bösen Gedanken der Sünde, die zu schlechten Taten führen, ablegen.
Gott führt mich zu den guten Gedanken, den richtigen Worten und zum richtigen Handeln. Jeden Tag aufs Neue.

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