Andachten

Andacht

Andacht 06.06.2020

06. Juni 2020 | Jaimée M. Seis

Andacht 06.06.2020

Bildnachweis: Monika Breiholz

Als Jesus aus dem Boot stieg, sah er die vielen Menschen. Da ergriff ihn das Mitleid, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Darum sprach er lange zu ihnen.

„Määh!“, höre ich es plötzlich von draußen meckern. Nanu, sind das etwa Schafe, wie kommen die denn hierher? Seltsam. Ich schaue aus dem Fenster, das auf eine offene Wiese hinausgeht. Und dort sind sie tatsächlich. Ich erkenne sie und weiß, welchem Bauern sie gehören. Sie müssen von seiner Weide ausgebrochen sein. Gemächlich grasend laufen sie immer weiter voran, ohne zu ahnen, dass diese Richtung zur ständig befahrenen Bundesstraße führt. Nicht auszudenken, was passiert, wenn sie dorthin gelangen! Ich werfe mir einen Mantel über, schlüpfe in meine Gummistiefel und laufe um das Haus. Vorsichtig und langsam steige ich über meinen Zaun, um die Schafe nicht zu erschrecken. Dann schreite ich ebenso langsam auf sie zu, um sie von der Straße weg und in Richtung ihres Heimathofes zu lenken. Die Lämmer springen verspielt vor mir her und auch die Schafe setzen sich in Bewegung, bis sie alle den Feldweg einschlagen, der nach Hause führt. Wir müssen ein Stück laufen, doch schließlich sind wir dort angelangt und ich kann den Bauern verständigen.
Das erinnerte mich daran, wie Gott schon im Alten Testament schreiben ließ: Wenn wir ein verirrtes Schaf unseres Nächsten sehen, sollen wir es unbedingt zu ihm zurückbringen. Das wird uns heute zwar selten passieren, aber ist es nicht so, dass Gott uns auch bittet, uns um die Menschen zu kümmern? Wie viele laufen auf Gefahren zu und wissen es nicht, weil sie denken, es gehe ihnen gut? Gott sehnt sich danach, Umherirrende nach Hause zu holen, wo sie in Sicherheit sind.
Auch ich habe längst nicht alles erkannt und verstanden, was in der Bibel steht und Gott von mir möchte. Er gebrauchte andere – und tut es noch –, um mich immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Das geht langsam und vorsichtig, sodass ich mich Stück für Stück verändern kann. Dafür bin ich dankbar. Es mag Überwindung und Mühe kosten, sich um Menschen zu kümmern und sie wissen zu lassen, dass Gott sie vermisst. Aber sie und vor allem Gott werden uns dankbar sein, wenn wir es tun. Und welche Freude werden wir dann erleben, wenn wir alle zusammen bei ihm zu Hause sind!

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden